AOL will Phishern ans Leder

Browser: Phishing-Schutz für Netscape-Browser

AOL möchte seinem Netscape-Browser in der Version 8 einen Phishing-Schutz mit auf den Weg geben. Der Browser soll, passend zur Klientel von AOL, Einsteiger-freundlicher werden. Böse Zungen könnten sogar sagen: Idiotensicher, ist doch Phishing eine Netz-Krankheit, die vor allem unerfahrene User eiskalt erwischt.

Schwarze Schafe, weiße Listen

Der Onlinedienst möchte dabei einen ähnlichen Phishing-Schutz wie beim nächsten Thunderbird-Mailclient in sein Surfbrett implentieren. Eine Datenbankabfrage soll sicherstellen, ob eine Website verdächtig ist. Trifft das zu, warnt Netscape den Nutzer vor der Phishing-Gefahr.

Anhand einer "schwarzen Liste", die bei einem Sicherheitsunternehmen gehostet ist. Noch verhandelt AOL mit verschiedenen Sicherheitsdienstleistern, um die Liste sicher unterzubringen, doch wenn es sie erst einmal gibt, soll der Browser es ermöglichen, Phishing-Websites komplett zu blocken oder nur mit abgestellten Skriptsprachen zu besuchen.

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Selbst ist der Mann!

Eine "weiße Liste" soll die Gegenprobe ermöglichen. Als sicher anerkannte Websites sollen hier gelistet werden. Eine Website, die auf beiden Listen steht, kann einfach gefunden, überprüft und in die richtige Schublade sortiert werden. Diese Vorgehensweise soll den Surfer schützen, verlangt aber nach einer ordentlichen Pflege der Listen. Ansonsten ist der Schutz dahin.

Zumal gerade unerfahrene Surfer dann noch eher auf Sites hereinfallen könnten, vor denen nicht gewarnt wurde. Dann nämlich, wenn sie sich auf den Schutz verlassen. Allerdings sind sie dann auch selber Schuld. Regel Nummer 1 im Umgang mit dem Internet: Vertraue niemandem und erst Recht nicht Deinem PC! Wer sie verletzt, muss sich auf etwas gefasst machen.

IE und Firefox in einem

Neben dem Phishing-Schutz sollen noch weiteres auffällige Änderungen implentiert werden: Netscape 8 soll sowohl wie Firefox, als auch wie der Internet-Explorer rendern können. Das hilft, Probleme mit Websites einzuschränken. Damit hebt sich der Netscape-Browser massiv von seinem Open-Source-Bruder Mozilla ab.

Ob das allerdings reicht, um sich wieder zu den Machthabern im Browser-Bereich emporzuschwingen, ist fraglich. Opera erlaubt ebenfalls die Darstellung in Art verschiedener Browser und der Internet-Explorer ist und bleibt der Platzhirsch. Selbst der große Erfolg des Firefox-Browsers konnte an diesem Thron bisher nicht rütteln.