Tutorial: Mit PC und DVB-T zum digitalen Videorekorder
Pause statt Werbeblock
Ganze 29 Kanäle zeigt uns WinTV nach demabsolvierten Suchlauf an - bis auf die regionalen Ausgaben des WDR für Düsseldorf, Essen und Dortmund empfangen wir alle problemlos. Danach öffnen wir über "Pref" das Konfigurationsfenster und sehen uns den Reiter "Movies" genauer an. Während der obere Pfad den Speicherort für das aufzuzeichnende Video angibt, gilt der untere für den so genannten "Timeshift"-Modus. Dieser ermöglicht es jede Fernsehsendung an beliebiger Stelle einfach anzuhalten.
So muss man nicht erst auf den nächsten Werbeblock warten, um etwas Wichtiges zu erledigen oder die erschöpften Vorräte an Soft-Drinks und Knabbergebäck aufzufüllen. In der Regel benötigen wir für eine Minute Videomaterial circa 22 Megabyte freien Festplattenspeicher. Da ein Spielfilm in voller Länge schnell seine zwei Gigabyte verschlingt, sollte der angegebene Ort natürlich genug Platz bieten. Jetzt schließen wir WinTV wieder und gehen zur Programmierung des digitalen Videorekorders über.
Programmieren leicht gemacht
Dazu rufen wir im Hauppauge-Eintrag des Startmenüs den "Scheduler" auf. Über "Hinzufügen" wird die Maske für die zeitgesteuerte Aufnahme aufgerufen. Das sich die beiden linken Spalten von selbst erklären, ist auf der rechten Seite noch die Wahl des richtigen Senders entscheidend. Darunter lässt sich noch ein Name vergeben, unter dem das aufzunehmende Video später im eben gewählten Ordner zu finden sein soll. Sind Datum und Dauer der anvisierten Sendung eingetragen, verlassen wir das Fenster über "Speichern" wieder. Auch den Scheduler brauchen wir jetzt nicht mehr.
Ein äußerst nützliches Merkmal von digitalem terrestrischen TV ist die integrierte Fernsehzeitung, der so genannte EPG (Electronic Program Guide). Während ein guter DVB-T-Receiver für den Fernseher das Programm bis zu zwei Wochen im Voraus anzeigt und eine ausführliche Beschreibung gleich mitliefert, nutzt Hauppauge das Potential kaum aus. Beim erwartungsvollen Druck auf den "Guide"-Knopf der Fernbedienung erscheinen lediglich die beiden aktuellen Sendungen mit sehr knappen Details. Abhilfe schaffen hier Programme wie das kostenlose TVgenial.
Windows-Nachhilfe
Wie sich herausstellt, beruft sich Hauppauges Scheduler auf eine bekannte Windows-Funktion - den Taskplaner. Diesen finden Sie im Startmenü unter "Programme \ Zubehör \ Systemprogramme \ Geplante Tasks". Im geöffneten Fenster entscheiden wir uns dann für den WinTV-Eintrag. Sind bereits mehrere Aufnahmen geplant, stehen hier entsprechend viele Einträge. Von der kryptisch anmutenden Kombination von Zahlen und Buchstaben muss man sich aber keineswegs verwirren lassen.




