Uni nicht entscheiden für Studienortwahl
Zwei von drei Studenten wählen Uni im Internet
Internet & Netzwelt
Gerade einmal 25,9 Prozent aller Erstsemester kannten vorher das Internet - so sah es noch im Jahr 2000 aus. Vier Jahre später, im Sommer 2004, haben die Universitäten Gießen und Marburg eine zweite Umfrage gestartet. Diesmal waren bereits 83,5 Prozent vor dem Studienbeginn im Netz vertreten.
Die Frage war aber eigentlich, ob das Internet genutzt würde, um sich den Studienort zu wählen. 63,3 Prozent informierten sich online, mehr als Dreiviertel verglichen sogar mehrerer Unis. Vier Jahre zuvor waren es nur 19,8 Prozent, die sich im Internet nach ihrer neuen Uni erkundigten.
Gefragt waren vor allem Infos, wie man sich einschreibt und welche Vorlesungen angeboten werden. Formluare wurden dann auch direkt am heimischen Rechner ausgedruckt. Neben der Suche im Internet wurden aber auch die Ratschläge von Freunden und Bekannten eingeholt sowie schriftliche Informationen angefordert.
Attraktives Marburg, weniger schönes Gießen
Ausschlaggebend für die Wahl des Studienortes sind aber vor allem Gründe, die nichts mit der Uni zu tun haben. Für die Wahl von Gießen war meist die "Nähe zum Heimatort" entscheidend. Für 63,0 Prozent der befragten Studenten in Gießen ist dieses Motiv sehr wichtig oder wichtig gewesen und steht damit mit deutlichem Abstand auf dem ersten Platz der Nennungen.
Im Gegensatz dazu ist bei der Wahl des Studienortes Marburg vor allem die "Attraktivität der Stadt" als wichtiges oder sehr wichtiges Motiv (50,3%) vor der "Nähe zum Heimatort" (44,4%) genannt worden. In Gießen rangiert die "Attraktivität der Stadt" auf dem letzten Platz mit einem Anteil von lediglich 9,9%.
Befragten wurden 1330 Studenten im Grundstudium, die an den Unis Gießen und Marburg Germanistik, Jura, Wirtschaftswissenschaften, Mathematik oder Medizin studieren. Von den befragten Studierenden arbeiten mittlerweile 93,8 Prozent mit dem Internet, durchschnittlich sind sie 6,4 Stunden pro Woche im Netz.
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