Die (Netz-)Welt der Audioformate
Streaming: Das eigene Internetradio
Ohne Streamingformate und -techniken wie Shoutcast, Apples Quicktime, Microsofts ASF oder RealAudio gäbe es weder Internetradio noch Hörproben bei Online-Händlern wie Amazon.
Auch kann man - einfacher als man vielleicht glaubt - seinen eigenen Internetradiosender auf die Beine stellen. Nullsoft (die Winamp-Erfinder) stellen mit Shoutcast kostenlos alle Komponenten zur Verfügung, um relativ schnell und unkompliziert mit dem eigenen Programm auf Sendung zu gehen. Einzig die dann fällig werdenden GEMA-Gebühren könnten die Freude am eigenen Radiosender etwas trüben.
Für andere Anwendungen, etwa zum Archivieren seiner CD-Sammlung oder zum Abspielen auf portablen Geräten, sind Streamingformate und -techniken natürlich nicht geeignet. Ihr Einsatz beschränkt sich alleine auf die Echtzeitübertragung von Audiodateien über das Internet.
Fazit: Es muss nicht immer MP3 sein
Auch wenn MP3 derzeit das wohl populärste unter den Musikformaten ist, sieht man doch, dass es einige durchaus interessante Alternativen zu diesem Format gibt.
Um seine Musik auf dem PC zu archivieren lohnt sich auf jeden Fall ein Blick auf die verlustfreien Formate FLAC und APE. Wem die FLAC- oder APE-Dateien zu groß sind, erstellt sein Musikarchiv alternativ mit dem verlustbehafteten MPC-Format.
Auch ein Blick auf OggVorbis lohnt sich mit Sicherheit für alle, die ihre Musik vor allem unterwegs hören. Bei gleicher Qualität passen hiermit unter Umständen einige Musikstücke mehr auf den portablen Player als mit MP3 - vorausgesetzt das Gerät unterstützt das Format.
Wer auf Nummer sicher gehen will, nutzt am besten immer noch MP3. Kein Format ist derzeit verbreiteter und wird sowohl von Hard- als auch von Softwareplayern besser untertsützt.
Man sollte sich jedoch immer bewusst darüber sein, dass man mit anderen Formaten teilweise deutlich bessere Klangqualitäten erreichen kann als mit der technisch angestaubten MP3-Kompression - ausprobieren lohnt sich auf jeden Fall.
