Die (Netz-)Welt der Audioformate
Lossless-Formate als WAV-Alternative
In der WAV-Datei werden die originalen Audio-Rohdaten der CD gespeichert. Hiermit ist man später in der Lage eine bitgenaue Kopie des Musikstückes wiederherzustellen.
Der Nachteil des WAV-Formates: Die Dateien sind verhältnismäßig groß. Eine Minute Musik braucht in etwa zehn MB Speicher. Bei der Speicherung von einigen CDs ist die Festplatte schnell voll und der Spaß am eigenen Musikarchiv auf dem PC genauso schnell vorbei.
Eine Alternative zu den großen WAV-Dateien sind die so genannten Lossless-Formate. Die Dateien haben die gleichen "Sicherungs-Eigenschaften" wie WAVs: eine Kopie des originalen Musikstückes lässt sich eins zu eins wiederherstellen.
Der Vorteil der Lossless-Formate gegenüber WAV: sie sind deutlich kleiner. Speichert man seine Musikdateien als FLAC, APE oder OptimFROG ab, spart man im Vergleich zu WAV bis zu 50 Prozent Speicherplatz. Das liegt daran, das die Audio-Daten dieser Formate, ähnlich einem ZIP-Archiv komprimiert werden. Diese "Umwandlung" von Audio-Rohdaten in ein spezielles komprimiertes Format nennt man Enkodierung.
Die gebräuchlichsten Lossless-Formate sind heute APE und FLAC. Das liegt nicht zuletzt daran, dass beide Formate nicht lizensiert sind und von unkommerziellen Projekten entwickelt wurden. Wer lieber Bill Gates oder Steve Jobs unterstützen möchte, kann auch Microsofts WMA Lossless oder Apples AAC Lossless nutzen.
