RFID: Metro, Tesco und Wal-Mart feiern den Erfolg
RFID: Metro, Tesco und Wal-Mart feiern den Erfolg
Im Gegensatz zu den bisher verwendeten Diebstahlsicherungen, die zwar ebenfalls auf Funktechnik beruhen, dürften die Tags auch nicht entfernt werden können. Die einzigartige Seriennummer leistet dann im Zusammenspiel mit Kundenkarten wie Payback ihr Übriges zur fast bürokratisch anmutenden Datensammlung über die Bekleidungsvorlieben bestimmter Kunden.
Boykott-Seiten wehren sich
Tesco und Wal-Mart gehen ähnlich vor, allerdings scheint es, dass die britischen Kunden die RFID-Entwicklung kritischer betrachten als ihre deutschen Leidensgenossen: Auf der Website BoycottTesco.com ruft der Netzwerk-Spezialist Caspian zum Boykott des Handelskonzerns auf.
Unter dem Motto "Is there a tag in your Bag?" versucht die Website, Konsumenten darüber aufzuklären, was RFID-Tags sind, wo sie zu finden sind und was sich dagegen tun lässt. Nach Angaben der Website sei der RFID-Einsatz, gerade bei Tesco, in den vergangen Wochen eskaliert. Diese Information reicht allerdings kaum, um Käufer aus den Supermärkten zu ziehen. Deshalb wird mit "teuren Spielereien" argumentiert, die der Kunde zu zahlen habe.
Halbherziger Protest
Ansonsten ist der internationale Protest gegen die RFID-Technik allerdings eher schwächlich. Zwar rufen einige Weblogs und Datenschutz-Vereine zum Boykott der RFID-Technik an sich auf, doch sind diese Aufrufe eher halbherzig. Konkrete Beispiele, wo RFID-Tags überhaupt zu finden sind, fehlen oder richten sich höchstens gegen einzelne Hersteller.
