62 Prozent der User können nicht zwischen bezahlten und unbezahlten Inhalten unterscheiden

Internet & Netzwelt: Internet-Nutzer vertrauen ihrer Suchmaschine blind

Wie man das Internet durchsucht, lernen die meisten Nutzer schon in den ersten Tagen ihrer Internet-Aktivität: Mit Suchmaschinen. Schnelle Erfolgserlebnisse sorgen für Zufriedenheit und Vertrauen. Dass sich in den Ergebnissen auch schonmal Werbung in Form von bezahlten Listenplätzen einschleicht, beachten nur rund vier von zehn Internet-Nutzern.

Zu diesem Ergebnis ist das "Pew Internet & American Life Project" aus den USA gekommen. Für die Studie wurden über 2000 erwachsene Internet-Nutzer zu ihrem Umgang mit Suchmaschinen befragt. Das Ergebnis macht deutlich, dass 44 Prozent der Befragten vollauf mit ihrer Suchmaschine zufrieden sind und stets das gleiche Angebot nutzen.

Werbung

Inhalte nicht auseinanderzuhalten

Zwischen Werbung und Programm oder redaktionellem Inhalt können die meisten Fernsehzuschauer und Zeitungleser leicht unterscheiden. Im Internet, und besonders auf die Suchmaschinen trifft jedoch zu, dass 38 Prozent der Nutzer die Unterschiede nicht erkennen - selbst dann nicht, wenn diese besonders gekennzeichnet sind.

Lediglich 18 Prozent der Befragten gaben an, jederzeit zwischen gesponserten und normal gelisteten Links unterscheiden zu können. Mit dem Konzept der gesponserten Links waren 70 % einverstanden - schließlich sei das Angebot kostenlos. Trotzdem wünschen sie sich eine klare Kennzeichnung von Werbeinhalten - 45 % würden ihre Suchmaschine wechseln, wenn ihnen der Umgang mit Werbeinhalten seitens der Betreiber zu hinterhältig erscheint.

Such-Gewohnheiten und -Fähigkeiten

Rund die Hälfte der Befragten nutzen Suchmaschinen sowohl für wichtige Angelegenheiten als auch zum Spaß. Allein mit "ernsthaften Dingen" beschäftigten sich rund 28 Prozent. Mit den Ergebnissen sind die Meisten zufrieden: Sieben von zehn Nutzen gaben an, meistens etwas zu finden, was den eigenen Vorstellungen entspricht; doch nur 17 Prozent werden immer fündig.

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