Professor entwickelt Software für die Buchauswahl

Amazon: Heiß diskutierte Bücher bevorzugt

"Meine besten Empfehlungen für dieses Buch..." nehmen sich viele Amazon-Nutzer zu Herzen. Doch Bücher mit rein positiven Bewertungen halten nicht die Alleinherschaft auf dem Markt. Je besser ein Buch von den Lesern bewertet wird, um so besser verkauft es sich zwar - aber heiß diskutierte Werke stehen noch besser im Kurs.

Fünf Bewertungen mit je fünf Sternen wecken das Interesse an einem Buch in den seltensten Fällen. Entweder gehören die alle zur Verlagsbelegschaft, oder es ist nur eine sehr spezielle Zielgruppe an den geistigen Ergüssen des Autors interessiert, mag der Suchende denken. Kann ein Buch eine große Zahl von Leserbewertungen vorweisen, sind die Kunden besonders angetan - vor allem dann, wenn die Bewertungen ganz unterschiedlich ausfallen.

Werbung

Kontroverser Index verkauft

Dass die Mehrzahl der Amazon-Nutzer dieses Auswahlverfahren nutzt, stellte laut New York Times Mikhail Gronas fest. Der Professor für russische Sprache und Literatur von der University of Southern California richtet seine Aufmerksamkeit schon lange auf die Nutzerbewertungen bei Amazon.

Für Gronas stellen die von Amazon 1997 eingeführten Rezensionen ein "bemerkenswertes Stück der Cyber-Kultur" dar, die Aufschluss über Interessensgebiete und Bewertungskriterien der Leser geben. Mit Hilfe eines Programms, das Gronas sich von der University of California in Berkeley entwickeln lies, ermittelt der Professor die Bücher mit dem sogenannten "kontroversen Index".

Es geht auch ums Geld

Links zum Thema