Klartext über Alviso, Sonoma und wirkliche Neuerungen
Intel Centrino: Das steckt hinter Sonoma & Co.
Benjamin Schnitzler
Manche Notebook-Besitzer sind wegen Intels neuer Centrino-Generation verunsichert: Ist mein Laptop überhaupt noch gut genug, lohnt sich die Investition für einen neuen, und was hat es überhaupt mit "Alviso" und "Sonoma" auf sich? Um etwas Licht ins Dunkel zu bringen, haben wir uns Intels neue Mobiltechnologie einmal genauer angesehen.
In ihren zahlreichen aktuellen Produktankündigungen nennen die meisten Hersteller zuerst die gesteigerte Taktgeschwindigkeit des Frontside Bus (FSB). So wird die Verbindung zwischen Prozessor und Northbridge, dem eigentlichen Chipsatz bezeichnet. Auf dieser sind unter anderem die Anschlüsse für mobile Grafikkarten und Monitore untergebracht. Je nach Chipsatz ist dort auch die integrierte Grafik platziert. In jedem Fall übernimmt die Northbridge die Verwaltung des Arbeitsspeichers.
Gestatten, Alviso
Im Gegensatz zur ersten Centrino-Generation arbeitet der FSB nun mit einer Frequenz von 533 statt 400 Megahertz. Deshalb liegt bei "Alviso" - so lautet der Codename des 915-Chipsatzes - auch die Unterstützung schnelleren Arbeitsspeichers nahe. Dabei versprechen DDR2-Module mit 400 oder 533 Megahertz nicht bloß mehr Leistung, sondern weniger Stromverbrauch im gleichen Zug. Letzterer ist in erster Linie der gesenkten Versorgungsspannung zu verdanken. Im Dual-Channel-Modus lässt sich die Speicherbandbreite sogar noch weiter in die Höhe treiben.
| Centrino "I" | Centrino "II" | |
| Chipsatz | 855GM | 915GM |
| Frontside Bus | 400 MHz | 400/533 MHz |
| Arbeitsspeicher | DDR 200/266, max. 2 GByte | DDR 333, DDR2 400/533, Dual Channel, max. 2 GByte |
| Serial ATA | - | 2x |
| IDE | 2x | 1x |
| PCI Express | - | x16/x4 |
| AGP | - | - |
| ExpressCard | - | X |
| PCMCIA | X | X |
| Integrierte Grafik | Extreme Graphics 2 | Graphics Media Accelerator 900 |
| Wireless LAN | 802.11a/b/g | 802.11a/b/g |
| Ethernet | 10/100 | 10/100/1000 |
| Klang | AC'97 | AC'97 2.3 (High Definition Audio) |
| USB 2.0 | 6x | 8x |
| Anschlüsse | 2x Digital Video, CRT | 2x Serial Digital Video, CRT, TV-Ausgang |
Außerdem zeigen sich bei der moderneren Mobiltechnologie einige Anleihen zu den Innereien stationärer PCs: So findet PCI Express, die Ablösung gewöhnlicher AGP- oder PCI-Schnittstellen, ebenso wie Serial ATA und Gigabit-Ethernet zu tragbaren Intel-Notebooks. Den größten Sprung hat an dieser Stelle die Anbindung von mobilen Grafikkarten gemacht. War bei der vorherigen Plattform schon bei AGP 4x Schluss, steigt die Datenrate mit PCI Express x16 hier rein theoretisch auf das Vierfache. Interessant ist an dieser sicherlich Stelle noch, dass damit auch den mobilen Wechselgrafikkarten von ATi oder Nvidia der Weg geebnet wird.
Besserer Klang und mehr Daten pro Sekunde
Als Nachfolger der kleinen Notebook-Karten im PCMCIA-Format ist zudem die Verwendung so genannter ExpressCards angedacht. Diesen stehen gleich vier PCI-Express-Bahnen à 250 Megabyte pro Sekunde zur Verfügung. Darüber wird ebenfalls der Kontakt zum integrierten Gigabit-Netzwerkadapter hergestellt. Zudem können in den Laptop eingebaute Festplatten dank Serial ATA jetzt 50 Megabyte mehr in der Sekunde verarbeiten, als mit ATA-100 bisher möglich war.
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