Bluetooth - was kann der Kabel-Killer?
Bis zu 100 Meter weit funken
Damit es nicht zu Interferenzen, also einer Überlagerung mehrerer Funk-Wellen kommt, wechseln Bluetooth-Geräte in sehr kurzem Abstand immer wieder die Frequenz. Hierzu wird das verfügbare Frequenzband in 78 Abschnitte unterteilt. In Ein-Megaherz-Schritten wird die Frequenz dann bis zu 1.600 Mal in der Sekunde geändert. Dies gewährleistet in den meisten Fällen ungewollte Zwischenfälle. Theoretisch können bis zu acht aktive Geräte über Bluetooth verbunden werden. Ein Gerät kann sogar in zwei Netzen gleichzeitig aktiv sein.
Die Reichweite eines aktiven Bluetooth-Gerätes hängt von der jeweiligen Geräte-Kategorie ab. Hierbei unterscheidet man drei Klassen, die sich im Wesentlichen von ihrer Sendeleistung untereinander unterscheiden. Geräte der Klasse I besitzen immerhin eine maximale Reichweite von 100 Metern. Bluetooth-Geräte der Klasse II bringen es auf bis zu 20 Meter, und die geringste Reichweite bieten mit zehn Metern die Geräte der Klasse III. Geräte der Klasse I senden mit einer Leistung von 100 Milliwatt. Zum Vergleich: Ein WLAN-Sender arbeitet mit einer Leistung von circa 300 Milliwatt.
Ob und wie stark diese Funkstrahlen gesundheitsgefährdend sind, kann zur Zeit noch niemand genau sagen; entsprechende Studien fehlen noch. Da die Sendeleistung aber nicht sonderlich hoch ist, sollte man sich nicht all zu viele Sorgen machen.
Finger weg von 1.0
Im Handel gibt es verschiedene Version des praktischen Schnurlosfunkes. Versuchen Sie erst gar nicht im Elektronikladen Ihres Vertrauens nach Geräten in der Version 2.0 Ausschau zu halten. Die allermeisten Geräte werden mit der aktuellen Version 1.1 ausgeliefert. Einzelne Geräte, etwa das Logitech Desktop diNovo 2.0, senden schon mit dem neuen Standard 1.2.
