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25.01.2005
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Was steckt in diesem Dateiformat

VOB: Ein Dateiformat auf der Überholspur

Alexander Falk

VOB: Ein Dateiformat auf der Überholspur

Wer sich eine DVD - beispielsweise den neusten Hollywoodstreifen - schon einmal genauer angeschaut hat, der hat sicherlich schon einmal das Dateiformat VOB entdeckt. Doch was ist VOB eigentlich, was kann es und welche Informationen liefert so eine Datei? Wir wollen ein bisschen Licht ins Dunkel bringen und haben uns deswegen dieses Dateiformat ein bisschen näher angeschaut.

VOB ist eine Abkürzung und bedeutet nichts anderes als Video OBject, was zu übersetzen sich wohl nicht lohnt. Bilddateien, Tonspuren, eine Navigationsstruktur und Untertitel sind in einer solchen Datei zusammengemischt. In der Fachsprache bezeichnet man das als "Multiplexing". Dadurch, dass alle diese Informationen in einer Datei zusammengefasst sind, wird der Lesekopf des DVD-Laufwerkes geschont. Wäre das nicht so, müsste er ständig auf der DVD hin- und herfahren, um alle Informationen zur richtigen Zeit wiederzugeben. Eine Verschwendung an Resourcen wäre die Folge.

Die DVD zerpflückt - so sieht es darin aus

Auf einer DVD sind mehrere VOB-Dateien vorhanden. Die erste VOB-Datei die Sie auf der DVD-Scheibe finden müssten, heißt in den meisten Fällen vts_xx_0.vob. XX steht hier als Platzhalter für eine Zahlenkombination, die die Reihenfolge festlegt, in der ein DVD-Player oder eine entsprechende Software die Dateien wiedergibt.

In dieser Datei sind allerdings noch keine Bildinformationen oder ähnliches enthalten, es handelt sich hierbei lediglich um das DVD-Menü. Es ermöglicht die Auswahl von Sprache und Kapitel oder zusätzlichen Features, wie zum Beispiel Kino-Trailer und Bounus-Szenen.

Die ersten Bilder des Films im eigentlichen Sinne, sind in den darauffolgenden VOBs enthalten. Sie sind folgendermaßen bezeichnet: "vts_01_y.vob" und dann mit fortlaufenden Zahlen in der Mitte, also "vts_02_y.vob" und so weiter. Die Zahlenkombination in der Mitte bestimmt die Reihenfolge, in der die VOBs abgespielt werden sollen.

Da ein Film - Bild und Ton - in digitalisierter Form eine erhebliche Menge an Speicherplatz benötigt, hat man Kompressionsverfahren entwickelt, um die Datenmege erheblich zu reduzieren. Auf der Videoseite hat man sich bei DVDs auf MPEG-2, als den Standard geeinigt, nähere Informationen über MPEG erhalten Sie in einem weiteren Artikel von netzwelt.de.

Gibt den Ton in VOB-Files an

Die Audiospur wird als DolbyDigital gespeichert, eines der fortschrittlichsten Kompressionsverfahren. Dabei bietet Dolby Digital die Möglichkeit, bis zu sechs getrennte Kanäle wiederzugeben. Also wie geschaffen für mehrsprachige DVD-Filme. Die Bitrate ist dabei auf sagenhafte 448 Kbit/s begrenzt. Ein Grund, warum DVDs in Zukunft immer stärker auch im Audiobereich die gute alte CD abhlösen dürften.

Es gibt verschiedene Programme, um eine DVD in ihrer Datenmenge zu reduzieren. Im Folgenden finden Sie eine kleine Auflistung sinnvoller und hilfreicher Tools, um mit VOB-Dateien zu arbeiten.

Software-Tipps für die VOB-Bearbeitung

  • Erstellen Sie aus ihren VOB-Files eine OGM-Datei mit DVDtoOGM
  • .
  • Erstellen Sie aus ihren VOB-Files eine AVI-Datei mit Auto Gordian Knot
  • .
  • Verbinden Sie einzelne VOB-Files mit dem Filemerger zu einer großen Datei
  • .
  • Mit dem VOB-Splitter kann man große VOB-Datein wieder in mehrere kleinere zerstückeln
  • .
  • Mit dem Media-Player-Classic lassen sich nahezu alle Dateiformate wieder abspielen
  • , darunter eben auch DVDs bzw. VOBs.

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