Websites sollen Berichte entfernen

Microsoft: Abmahnungen gegen Gerüchte-Köche

Viele Köche verderben bekanntlich den Brei, weshalb manche Großküchen wie Microsoft, Apple & Co gerne ihre Küchentür verbarrikadieren. Die Geheimrezepte sollen schließlich auch geheim bleiben. Dennoch dringt manchmal mehr als nur ein wohlriechender Duft nach draußen. Microsoft ist nun in der letzten Woche mit Abmahnungen gegen die brodelnde Gerüchteküche vorgegangen.

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Neowin.net, engadget.com, modaco.com sowie weitere Websites haben vom Microsoft-Anwalt eine Aufforderung erhalten, Meldungen über "Windows Mobile 2005", das neue Betriebssystem für mobile Geräte, zu entfernen. Insbesondere der Screenshot schien Microsoft ein Dorn im Auge zu sein.

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Mit keinem Wort das Presserecht erwähnt

Damit bestätigt Microsoft allerdings auch, dass das verwendete Bild nicht in Photoshop zusammengebastelt wurde, sondern tatsächlich aus den heiligen Hallen der Softwareschmiede stammt. Dabei hatte neowin.net bei seinem Bericht keine Quelle angegeben, woher der Screenshot stammt. Die anderen Onlinemagazine hatten sich dagegen alle auf den Bericht von neowin.net bezogen.

Microsoft versucht aber nicht einmal, das Presserecht zu bemühen. Es muss schon gleich das Recht am geistigen Eigentum und das Markenrecht sein, dass die News-Szene verletzt. Mit anderen Worten: Es handele sich um Geheimmaterial und bedürfe einer Erlaubnis von Microsoft für die Veröffentlichung. Mit deutschem Presserecht wäre ein solches Vorgehen nicht zu vereinbaren.

Der Erstveröffentlicher dieser News, neowin.net, hat daraufhin die Meldung samt Screenshot auch entfernt. Engadget.com hält dagegen tapfer stand, dort ist die Meldung derzeit noch online.

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