surf@home soll den Festnetzanschluss ersetzen
Internetzugang von O2: UMTS als ISDN-Ersatz
Internet & Netzwelt
Schon den Festnetzanschluss der Telekom gekündigt? Nein? Ach, Sie nutzen DSL. - Mit O2 Genion lässt sich der Telefonanschluss leicht ersetzen, die etwas höheren Gesprächsgebühren gleichen sich durch die gesparte Telekom-Grundgebühr meist mehr als aus. Zur Cebit 2005 stellt O2 nun auch eine Alternative für den Internetzugang vor.
Das Zauberwort heißt natürlich UMTS. O2 verspricht mit Surf@home sogar eine bis zu sechsfache ISDN-Geschwindigkeit, also 384 kbit/s. Das wäre fast schon ein Breitbandanschluss. Allerdings muss man sich die Bandbreite mit allen Teilnehmern in einer Funkzelle teilen. Die tatsächlich zur Verfügung stehende Downloadgeschwindigkeit dürfte deshalb weit darunter liegen.
Doch wer jetzt mit einem Analogmodem oder über ISDN ins Inernet geht, sollte mit Surf@home ein gleichwertigen Ersatz finden. Er erhält ein Modem mit WLAN-Schnittstelle und LAN-Anschluss. Dieses ist mobiler als die Telefondose in der Wand, aber nicht ganz so beweglich wie eine UMTS-Karte für den Laptop.
Keine Hoffnung für T-DSL-Verschmähte
Surf@home ist also doch für den stationären Einsatz zuhause gedacht. Ob das UMTS-Modem an eine Funkzelle gebunden ist oder aber auch mit ins Wochenendhaus genommen werden kann, ist noch nicht bekannt. Ebenso nicht die Preise und ob diese mit dem Telekomanschluss konkurrieren können.
Eine Hoffnung muss allerdings jetzt schon enttäuscht werden. Wer schon seit Jahren versucht, einen T-DSL-Anschluss zu beantraten, aber außerhalb der T-DSL-Reichweite wohnt, sollte sich auch jetzt keine allzu große Hoffnung machen. UMTS ist noch mehr auf die großen Städte beschränkt als T-DSL. Im ländlichen Raum wird man eher beides nicht nutzen können.
Mt der Kombination Surf@home und Genion will O2 keine Ergänzung für Festnetzschwächen sein, sondern das Festnetz selbst ersetzen. Ähnliche Ziele verfolgt auch Vodafone, die sich mit ihrer Festnetztochter Arcor nie so recht anfreunden konnten.
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