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Mit Noxon Audio in der gesamten Wohnung MP3s hören
Musicmatch, Winamp und WMP - Alle Programme getestet

von Alexander Falk Uhr veröffentlicht

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Der "Noxon" von Terratec bietet grundsätzlich zwei verschiedene Möglichkeiten Musik wiederzugeben. Da ist zum einen der Empfang von Webradio, wofür man nicht einmal einen Computer benötigt. Alternativ dazu kann man aber auch MP3- und WMA-Dateien von der Festplatte eines Computers aufrufen. Hierfür muss allerdings der betroffene Rechner im Funknetzwerk aktiv sein. Zuerst einmal wollen wir aber einfach nur Webradio empfangen.

Der "Noxon Audio" von Terratec bietet grundsätzlich zwei verschiedene Möglichkeiten Musik wiederzugeben. Da ist zum einen der Empfang von Webradio, wofür man nicht einmal einen Computer benötigt. Alternativ dazu kann man aber auch MP3- und WMA-Dateien von der Festplatte eines Computers aufrufen. Hierfür muss allerdings der betroffene Rechner im Funknetzwerk aktiv sein. Zuerst einmal wollen wir aber einfach nur Webradio empfangen.

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WLAN-Router mit Internetanschluss gesucht

Lediglich ein WLAN-Router muss sich im Empfangsbereich des Noxon befinden. Der Router wiederum muss mit einem Internetanschluss verbunden sein. Jetzt noch den Noxon mit Strom versorgen und die mitgelieferten Chinch-Kabel in die Stereoanlage stecken. Dann kann es auch schon losgehen, der erste Start. Nach einem kurzen und übersichtlichen Setup saugt sich der "Noxon" alle verfügbaren Radiostationen aus dem Web - nahezu vollautomatisch.

Das Menü ist sehr klar strukturiert und sollte keinem Probleme bereiten, deswegen wenden wir uns gleich der nächsten Aufgabe zu, der Einrichtung ihres PCs als Jukebox für die gesamte Wohnung. Sollte es wieder Erwarten doch nicht funktionieren, hilft die deutsche Anleitung sicher weiter. Genauere Angaben würden den Rahmen dieses Tutorials sonst sprengen.

So wird die Festplatte zur ultimativen Jukebox

Skeptisch waren wir anfangs schon, ob es wirklich alles so einfach einzurichten ist, wie Terratec versprochen hat: "Musik von der Festplatte - in der gesamten Wohnung verfügbar". Also haben wir uns mal ein paar Programme, mit denen das funktionieren soll, näher angeschaut. Ja sogar mehrere Computer können laut Hersteller vom Noxon angewählt werden - doch langsam, eins nach dem anderen.

Für fast jeden Geschmack ist was dabei, so gibt es für alle geliebten, aber auch weniger geliebten Audio-Player, ein geeignetes Plugin. Einzige Ausnahme hierbei ist die MusicMatch Jukebox, sie bringt schon in der Standard-Version alles mit, was für einen erfolgreichen Server nötig ist. Aber lassen Sie sich von Worten wie "Server" oder "Plugin" nicht verunsichern - die Einrichtung wird ein Kinderspiel.

Das sind unsere Testkandidaten

Da ist zum einen die eben schon erwähnte MusicMatch Jukebox, als zweiten Kandidaten im Ring gesellt sich zu uns das Plugin "TwonkyVision", für den sehr verbreiteten Winamp-Player. Last but not least kümmern wir uns der Vollständigkeit halber auch um den Windows Media Player, der mit der Erweiterung "Windows Media Connect" ebenfalls den Noxon mit MP3- und WMA-Dateien von der Festplatte bedienen kann.

"Nach Hause telefonieren" - das will nicht nur E.T

Im Grunde genommen, muss jeder für sich selbst entscheiden, welchen Player er verwenden möchte. Fest steht, dass man allen Testkandidaten erlauben muss, ein bisschen "nach Hause zu telefonieren". Denn damit der "Noxon" die Festplatte erreichen kann, müssen Sie quasi allen Testkandidaten einen Freifahrtsschein durch die Firewall auf ihrem Rechner geben. Welche Informationen außer zum "Noxon" noch ins Internet gesendet werden, konnten wir in diesem Test nicht feststellen. Vielleicht passiert auch gar nichts.

MusicMatch einrichten

Das Programm ist in einer kostenlosen Version erhältlich, die für diesen Zweck auch vollkommen ausreicht. Laden Sie sich eine aktuelle Version des Players aus dem Internet herunter, installieren Sie das Programm und öffnen Sie es anschließend. Klicken Sie nun mit der Maus in der Menüleiste auf "Optionen" >> "Einstellungen". Wählen Sie jetzt das Register "CD-Suche/Konnektivität".

Um MusicMatch als Server arbeiten zu lassen, aktivieren Sie im Bereich "Dienste" die beiden Kästchen "Musikserver aktivieren" und "Universal Plug and Play" - lassen Sie die anderen Kästchen unverändert - das war es auch schon. Schließen Sie das Fenster wieder. Sobald Sie diese beiden Häkchen gesetzt haben, erkennt Noxon ihren PC und zeigt Ihnen das auch auf seinem Display an.

Noxon kann immer nur auf diejenigen Dateien ihres Computers zugreifen, die Sie in das Archiv eingelesen haben. Klicken Sie dafür in der Menüleiste auf "Datei" >> "Neue Tracks in das Archiv" einfügen. Im nächsten Fenster können Sie den Speicherort ihrer Musikdateien und Playlisten auswählen und mit ein paar Mausklicks ihrem Archiv zufügen. Alle MP3-, WMA-Datein und Playlisten, die Sie in das MusicMatch Archiv laden, sind nun für "Noxon" erreichbar.

Auch nach einem Neustart des Rechners wird dieser "Server-Dienst" automatisch geladen, da er sich in den Autostart von Windows einschreibt. Sie müssen sich nach einer einmaligen Einrichtung des Programms, um nichts mehr kümmern und können jederzeit auf alle Dateien des Archivs zugreifen, sobald der Rechner fertig gebootet hat. Das leistet das Winamp Plugin nicht.

Winamp einrichten

Auch der sehr weit verbreitete Winamp hat eine Lösung für diese Aufgabe. Laden Sie sich das Plugin "TwonkyVision" aus dem Internet. Entpacken Sie anschließend das ZIP-Archiv und führen Sie dann die Datei "tvmsplugin.exe" aus. Sie befindet sich im Ordner "Winamp", auf den Sie nach dem Entpacken zugreifen können. Normalerweise sollte ihr Noxon, sobald Sie den Player gestartet haben, ihren Computer nach etwa fünf Sekunden erkennen.

Manchmal klappt das Laden des Plugins nicht beim ersten Mal, ist aber nicht weiter tragisch, beenden Sie Winamp noch einmal und starten Sie es anschließend erneut, dann sollte alles funktionieren. Falls ihr Computer nicht automatisch gefunden wird, überprüfen Sie, ob "TwonkyVision" beim Winamp-Start geladen wird.

Klicken Sie dafür in der Menüleiste des Programms auf "Optionen" >> "Einstellungen". Wählen Sie im nächsten Fenster auf der linken Seite "Plugins" >> "Allgemein" aus. Hier sehen Sie alle Plugins, die beim Starten von Winamp geladen werden. Ist "TwonkyVision" nicht dabei, führen Sie die Installation erneut aus.

Alle Playlisten und Dateien die ihr Winamp Player kennt, sind nun in der ganzen Wohnung erreichbar. Die Installation sollte also für niemanden ein Problem darstellen und an neue Software muss man sich damit auch nicht mehr gewöhnen. Aber - und da ist der Haken - Noxon bricht die Verbindung zum Rechner ab, sobald Sie Winamp schließen. Das tut sonst keiner im Test.

Der Player muss immer auf dem Computer aktiv laufen. Ihn in die Systray neben die Windows-Uhr zu verbannen, reicht leider nicht aus - da ist MusicMatch im Vorteil. "Windows Media Connect" heißt die Lösung, die Microsoft für den Windows Media Player anbietet, auch hier kann man den Player schließen und dennoch weiter Musik mit "Noxon" hören.

WMP zum Server machen

Einmal fertig eingerichtet, ist diese Lösung fast genauso akzeptabel, wie die seiner Kontrahenten. Aber - und jetzt kommt es - Microsoft hat es wieder einmal geschafft den umständlichsten Weg für diese Aufgabe zu programmieren. Sie benötigen NET.Framework 1.1 auf ihrem Computer und auch das Service Pack 2 wird vorausgesetzt.

Sind diese Voraussetzungen für ihren Rechner erfüllt, müssen Sie nun noch "Windows Media Connect" von Microsoft herunterladen und installieren. Nach der Installation des Plugins, sucht Windows automatisch nach drahtlosen Geräten, die im Netzwerk zu erreichen sind. Ist ihr Noxon erkannt worden, können Sie den Computer mithilfe des Assistenten so einrichten, dass die Dateien im Netzwerk frei erreichbar sind.

Ob man diesem Phänomen trauen kann?

Und hier liegt auch das entscheidende Problem. Obwohl wir den Assistenten im Test ausdrücklich dazu angewiesen haben, dass die Windows-Ordner Eigene Bilder, Eigene Musik und Eigene Videos nicht freigeschaltet werden sollen, tauchten diese nun plötzlich auf dem Display des Noxon völlig unbeabsichtigt auf. Noch schlimmer Sie ließen sich nicht einmal entfernen.

Auch die Möglichkeit, Noxon als einzigem Gerät den Zugriff auf diese Dateien zu erlauben, verweigert Windows Media Connect konsequent, genauer dessen Assistent. Wählte man diese Option aus, verschwand kurzerhand der "OK"-Button, mit dem man das Fenster wieder schließen kann.

Allerdings kann man mit einem Mausklick dafür sorgen, dass die Audiodateien auf der Festplatte erreichbar sind, sobald Windows gebootet hat. Genauso wie bei der MusicMatch Jukebox, trägt sich das Programm in den Autostart von Windows ein. In Punkto Erreichbarkeit, ist die Lösung von Microsoft und Musicmatch gegenüber der von Winamp im Vorteil. Allerdings hat uns die Dateifreigabe von "Media Connect" doch ziemlich stutzig gemacht, daher die folgende Entscheidung.

Die gestellte Aufgabe - den Noxon Audio von Terratec mit Musik von der Festplatte zu versorgen -, haben alle Softwarelösungen gemeistert. Zwei der drei Kandidaten, stellten sogar direkt nach dem Booten des PCs den gesamten Inhalt ihrer Medienbibliotheken zur Verfügung.

Die Testsieger auf ihren Podiumsplätzen

Erster Gewinner: MusicMatch Jukebox hat in unserem Test klar die Nase vorn. Die Kombination aus ständiger Erreichbarkeit und die Tatsache, kein extra Plugin installieren zu müssen, hat uns wirklich überzeugt. Wer keinen Ärger haben will oder sich nicht besonders gut auskennt, der sollte diese Lösung wählen.

Zweiter Gewinner ist das Winamp Plugin" TwonkyVision", auch hier waren keine großen Installationsarbeiten durchzuführen. Einfach das Plugin installieren, die Medienbibliothek aktualisieren und schon kann man bis in den Keller seine MP3-Sammlung hören.

Der Dritte Gewinner - es bleibt ja nur noch einer übrig, ist "Windows Media Connect" von Microsoft. Immer erreichbar für den "Noxon", dass hat uns schon gut gefallen. Dass man allerdings im schlechtesten Fall bis zu drei Installationen ausführen muss, erscheint uns doch zu umständlich. Der Dateifreigabe trauten wir auch nicht mehr wirklich, nachdem sogar nicht gewollte beziehungwseise nicht abspielbare Ordner (Bilddateien usw.) auf dem Noxon zu sehen waren, wer weiß was da erst der Nachbar alles lesen und hören kann. Überzeugt hat uns diese Paket jedenfalls nicht.

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Mit Noxon Audio in der gesamten Wohnung MP3s hören
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Der "Noxon" von Terratec bietet grundsätzlich zwei verschiedene Möglichkeiten Musik wiederzugeben. Da ist zum einen der Empfang von Webradio, wofür man nicht einmal einen Computer benötigt. Alternativ dazu kann man aber auch MP3- und WMA-Dateien von der Festplatte eines Computers aufrufen. Hierfür muss allerdings der betroffene Rechner im Funknetzwerk aktiv sein. Zuerst einmal wollen wir aber einfach nur Webradio empfangen.
http://www.netzwelt.de/news/69470-noxon-audio-gesamten-wohnung-mp3s-hoeren.html
2005-01-23 09:48:00
News
Mit Noxon Audio in der gesamten Wohnung MP3s hören