Wer Krieg spielt, verbringt viel Zeit im Dschungel
Test: Men of Valor
"MoH: Pacific Assault", "Vietcong", "BF: Vietnam" - wer Krieg spielt, verbringt viel Zeit im Dschungel. Bei so vielen Bäumen kann man leicht den Wald übersehen, oder ein Spiel wie "Men of Valor".
Inhaltsverzeichnis
- 1Dummheit vereint
- 2Luftsprünge Fehlanzeige
- 3Krieg ohne Speichertaste
Als die US-Army in Vietnam gegen Kommunisten und Bäume kämpfte, erlebte die Heimatfront die Geburtsstunde der interaktiven Unterhaltungselektronik. Home TV Games wurden die Spaßbringer genannt. Heute entspannt die Spielernatur, indem sie am PC den Vietnamkrieg miterlebt, der inzwischen zum Lieblingsstoff vieler Programmierer geworden ist.
Zu diesem Thema leisten auch die Begründer der "Medal of Honor"-Reihe einen bleihaltigen Beitrag. "Men of Valor" heißt deren 3D-Shooter, der den Spieler als farbigen GI in den Dschungel schickt.
Dummheit vereint
Wie bei den meisten Games dieser Art, wird dem Spieler die Unterstützung von computergesteuerten Kameraden zuteil. Bis auf einige Befehle à la "wecke den Rambo in dir" ist Schützenhilfe garantiert. Viele Orden sammeln die Waffenbrüder dabei nicht, denn ihren Namen trägt die Künstliche Intelligenz auf beiden Seiten zu Unrecht. Der Krieg wäre für die Antikommunisten niemals zum Fiasko geworden, hätten sich die Vietcong auch nur halb so dämlich angestellt wie im Verlauf der 13 Missionen.
Diese sind relativ abwechslungsreich: hier geleitet man einen Reporter nebst Kameramann zu einer Landezone; dort ballert man mit dem Maschinengewehr aus einem Hubschrauber und mal wird an Bord eines Patrouillenboots das Buschwerk am Ufer gestutzt.
