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Trojaner: Der Spion in der Webcam Trojaner spioniert optisch

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Viren, Würmer und Trojaner sind ohnehin schon fies. Haben sie dann aber noch irgendwelche speziellen Funktionen eingebaut, werden sie unerträglich. Jetzt hat die spanische Polizei den Autor des "Webcam-Trojaners" dingfest gemacht. Er hatte seine "Kunden" mithilfe der an ihren PC angeschlossenen Webcam ausspioniert.

Viren, Würmer und Trojaner sind ohnehin schon fies. Haben sie dann aber noch irgendwelche speziellen Funktionen eingebaut, werden sie unerträglich. Jetzt hat die spanische Polizei den Autor des "Webcam-Trojaners" dingfest gemacht. Er hatte seine "Kunden" mithilfe der an ihren PC angeschlossenen Webcam ausspioniert.

Alles begann im Jahr 2003: Ein neuer Trojaner durchpflügte das Netz und Tauschbörsen. Eigentlich nichts besonderes, schließlich gibt es auch viele Pariser, ebenfalls ständig neu. Doch diesmal gab es einen Unterschied: Statt sich "nur" über die Passwörter und Daten der infizierten Rechner herzumachen, enterte der Neue auch eventuell angeschlossene Webcams.

Optik-Spionage

Doch was tut ein Trojaner mit einer Webcam? Ganz einfach: Er spioniert. Und zwar ganz, ganz persönlich. Denn Passwörter und Daten sind zwar finanziell interessant, aber selten lustig. Da freut sich der Trojaner-Programmierer über regelmässig frische Bilder aus den Arbeitszimmern, Büros und Wohnstuben dieser Welt.

Vermutlich gab es auch viel nackte Haut zu sehen. Jugendlichen Zocker, die sich, eine Hand an der Maus, die andere in der Hose, mithilfe von Sex-Sites nach einem harten Tag entspannen. Oder junge Damen, die nackt aus der Dusche kommen um dem Angebeteten noch schnell im ICQ zu antworten. Man ist ja privat, sieht ja keiner. Außer einem kleinen, 37-jährigen Mann in Madrid.

Komischer PC

Laut dem Antiviren-Hersteller Sophos hat die Polizei nämlich genau so einen als den Designer des Trojaners entlarvt. Der Trojaner war erst Anfang 2004 entdeckt worden. Ein User, dessen Computer sich "komisch" verhielt, meldete den Fall den Ermittlungsbehörden. Die starteten im Juli 2004 die Ermittlungen in dem Fall.

Die arbeiteten, trotz Sommer und Spanien, offensichtlich effizient und überraschten den Täter nun auf frischer Tat in seiner Wohnung. Er war - vielleicht sogar mit heruntegelassenen Hosen, diese amüsante künstlerische Freiheit sei dem Autor dieser Zeilen gestattet - gerade damit beschäftigt, seine Opfer per Webcam auszuloten, als ein Sondereinsatzkommando das Apartment stürmte.

Webcam besser ausschalten!

Der Trojaner soll in der Lage gewesen sein, Tastatureingaben mitzuschreiben und vertrauliche Eingaben zu stehlen, also Passwörter, PINs, das Übliche eben. Die Webcam-Aktivierung hingegen ist neu. Und zur persönlichen Freude des Programmierers. Der Herr des Software-Spions kann die Kameras jederzeit aktivieren, sofern sie denn angeschlossen sind.

Sollte sich also Ihr PC in nächster Zeit irgendwie komisch verhalten, steckt vielleicht der Webcam-Trojaner dahinter. Zur Sicherheit sollten Webcams besser deaktiviert werden. Bei vielen ist aber auch einen Deckel für das Objektiv direkt mitgeliefert. Klappe zu und der Trojaner ist, zumindest optisch, ausgesperrt.

Darüber lacht die Netzwelt

Das Internet erzählt viele lustige und skurrile Geschichten, die besten haben wir euch hier zusammengestellt.

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Christian Rentrop
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