Trojaner spioniert optisch
Trojaner: Der Spion in der Webcam
Viren, Würmer und Trojaner sind ohnehin schon fies. Haben sie dann aber noch irgendwelche speziellen Funktionen eingebaut, werden sie unerträglich. Jetzt hat die spanische Polizei den Autor des "Webcam-Trojaners" dingfest gemacht. Er hatte seine "Kunden" mithilfe der an ihren PC angeschlossenen Webcam ausspioniert.
Inhaltsverzeichnis
- 1Optik-Spionage
- 2Komischer PC
- 3Webcam besser ausschalten!
Alles begann im Jahr 2003: Ein neuer Trojaner durchpflügte das Netz und Tauschbörsen. Eigentlich nichts besonderes, schließlich gibt es auch viele Pariser, ebenfalls ständig neu. Doch diesmal gab es einen Unterschied: Statt sich "nur" über die Passwörter und Daten der infizierten Rechner herzumachen, enterte der Neue auch eventuell angeschlossene Webcams.
Optik-Spionage
Doch was tut ein Trojaner mit einer Webcam? Ganz einfach: Er spioniert. Und zwar ganz, ganz persönlich. Denn Passwörter und Daten sind zwar finanziell interessant, aber selten lustig. Da freut sich der Trojaner-Programmierer über regelmässig frische Bilder aus den Arbeitszimmern, Büros und Wohnstuben dieser Welt.
Vermutlich gab es auch viel nackte Haut zu sehen. Jugendlichen Zocker, die sich, eine Hand an der Maus, die andere in der Hose, mithilfe von Sex-Sites nach einem harten Tag entspannen. Oder junge Damen, die nackt aus der Dusche kommen um dem Angebeteten noch schnell im ICQ zu antworten. Man ist ja privat, sieht ja keiner. Außer einem kleinen, 37-jährigen Mann in Madrid.

Wird mittels Telekommunikationsüberwachung gegen eine Person ermittelt, darf seine VoIP-Telefonie nicht per Trojaner abgehört werden. Dies entschied das Landgericht Hamburg im Fall eines Mannes, der des Drogenhandels verdächtigt wurde.
Der Berufsverband der Datenschutzbeauftragten hat im Rahmen seines Projekts "Datenschutz geht in die Schule" einen Spionageangriff auf zahlreiche Schülerinnen in NRW aufgedeckt. Ein junger Mann aus dem Rheinland hatte sich mittels Trojaner Zugang zu den Rechnern und Webcams der Schülerinnen verschafft.
Ein Hacker aus dem Rheinland soll mit einem Trojaner in die Computer von mindestens 150 Mädchen eingedrungen sein und die Kinder über die Webcams ausspioniert haben. Bei der Festnahme des 43-jährigen Mannes liefen auf dessen Rechnern mehrere Videos aus verschiedenen Kinderzimmern.
In dieser Woche sorgte ein Spanner für Aufsehen dem es gelang, sich unerlaubten Zugang zu den Webcams von insgesamt 150 Schülerinnen zu verschaffen. Ergreifen Sie Schutzmaßnahmen, damit Ihnen so etwas nicht passieren kann?
Für das mobile Google-Betriebssystem Android ist ein neuer Trojaner entdeckt worden. Das Schadprogramm tarnt sich als Medienplayer, der außerhalb des Android Market installiert werden muss. Beim Programmstart versendet der versteckte Trojaner heimlich teure Premium-SMS.




