"Dirty Harry" gibt’s auch online zu sehen - aber zu welchem Preis?

Internet & Netzwelt: Harald Schmidt, ARD und ZDF und die GEZ

Gestern zum zweiten Mal auf Sendung, und zwar nicht nur im Fernsehen: Wer keinen Fernseher besitzt, kann die Sendung auch als Livestream verfolgen. Was für die einen praktisch ist, ist den anderen ein Dorn im Auge: In der Diskussion geht es munter durcheinander: "Harald Schmidt", "GEZ", "UEFA-CUP" und die Online-Aktivitäten werden gegeneinander ausgespielt.

Harald Schmidt, ARD und ZDF und die GEZ

Der Schmidt-Deal der ARD kostet den GEZ-Zahler 25 Cent pro Jahr, hat die "Welt" ausgerechnet. Gerüchteweise soll Schmidt 8 Millionen Euro für 64 Sendungen bekommen. Nach den Übertragungsrechten für die Fußball-Bundesliga (45 Millionen Euro), den Rechten an der WM 2006 (wahrscheinlich rund 250 Millionen Euro) ist Harald Schmidt zwar fast ein Schnäppchen, aber dennoch teuer.

Zur Kasse bitte!

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Denn fast gleichzeitig werden die Gebühren für Radio und Fernsehen steigen: Der Preis steigt um 88 Cent auf 17,03 Euro pro Monat, weil die öffentlich rechtlichen Anstalten einen "erhöhten Finanzbedarf" angemeldet hatten.

Die ARD gab nach dem Schmidt-Deal bekannt, sich nicht um die Rechte am Fußball-UEFA-Cup zu bemühen - ein schwacher Trost für die Gebührenzahler. Denn es kommt noch dicker: Ab April 2005 wird die GEZ-Gebühr auch für PCs mit Internet-Anschluss fällig. Dabei ist es egal, ob man über eine fette 3-Mbit-Leitung oder ein Modem ins Netz geht.

Teures, aber armes Angebot

Grund für die Gebühren ist das Engagement von ARD und ZDF im Internet. Zwar werden nur vereinzelte Sendungen im Internet übertragen, aber ARD und ZDF begründen ihr Engagement im Internet damit, dass sie im Internet eine andere Zielgruppe erreichen würden und damit ihren Bildungsauftrag erfüllen würden.

Mittlerweile interessiert sich aber auch die EU für die Online-Aktivitäten von ARD und ZDF: Sie prüft, ob sich die Finanzierung der aufwändigen Online-Auftriite mit dem europäischen Wettbewerbsrecht verträgt.

Harald Schmidt und die Übertragung der Sendung im Internet sind so zum teuren Spaß für die Gebührenzahler geworden. Fraglich ist allerdings, ob das Online-Angebot von ARD und ZDF für 17,03 Euro pro Monat nicht viel zu ärmlich ist. ARD und ZDF müssen noch einiges tun, um nicht einfach nur ein sündhaft teurer Online-Dienst zu sein.