HP L1955 im Test: MVA-Flachbildschirm mit 16 ms

Videos

Selbst nach einer langen Aufwärmphase von mehreren Stunden, konnte uns der L1955 in keinem der ausprobierten Spiele wirklich überzeugen. Zwar besticht er immer noch durch eine superbe Darstellungsqualität, doch nur wenn Spielfigur und Umgebung gerade still stehen. Kommt hingegen Bewegung in strategische Scharmützel, schnelle Shooter oder rasante Straßenrennen, wird dem Betrachter nach kurzer Zeit schwindelig. Weder das Einschalten der vertikalen Synchronisierung, noch das Hochschrauben von Anti-Aliasing oder anisotroper Filterung konnte daran noch viel ändern.

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Hochauflösende DVD-Trailer flimmern zwar mit kaum sichtbarem Nachleuchten über die Mattscheibe - dafür aber mit unschönen Nebeneffekten. Zuweilen wirkt das Bild grob und von Artefakten durchsetzt. Erschwerend kommt hinzu, dass Farben zum Teil unecht und unangenehm künstlich wirken. Bei komprimierten Videos fallen die genannten Effekte noch deutlich schwerwiegender aus. Hier wird das Bild erst im Abstand von etwa zwei Metern wirklich genießbar. Auf einem zu Vergleichszwecken herangeholten Röhrenbildschirm blieben die genannten Beeinträchtigungen jedoch weitgehend bis völlig aus.

Fazit

Im direkten Vergleich zu den bisher von uns getesteten Flachbildschirmen überzeugt der HP L1955 durch die mit Abstand beste Bildqualität: Weder Glitzern noch Spiegeln trübt die Sicht, Schwarz bleibt Schwarz, außerdem leuchten die Farben satt, intensiv und vor allem gleichmäßig. Mehr als ein leises, hochfrequentes Summen gibt er im eingeschalteten Zustand nicht von sich. Schade nur, dass der hervorragende Eindruck bei Spielen und Videos nicht bestehen blieb.

HP L1955

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Wer auf ein gutes Bild bei Büroanwendungen, Bildbearbeitung oder alltäglichen Aufgaben Wert legt, ist mit dem L1955 bestens beraten. Für alle anderen Zwecke empfehlen wir jedoch, auf den Röhrenmonitor oder Zweit-TFT auszuweichen. Dabei bleibt natürlich zu beachten, dass immer einmal produktionsbedingte Schwankungen auftreten können. Auch das individuelle Empfinden spielt, gerade beim Schlierenverhalten eines Flachbildschirms, eine große Rolle.

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