MPEG: Ein Video-Format in vielen Formen

Nichts ist umsonst

Die Auflösung wurde für digitales Fernsehen und DVDs auf 720 x 576 Pixel erhöht, die Bitrate ist auf 15 MBit/s begrenzt, man spricht dann von einer "Main-Auflösung". Doch MPEG-2 geht noch weiter, für HDTV wurde das Verhältnis auf eine "High-Auflösung" von 1920 x 1152 Pixel erhöht. Gesendet werden kann mit einer Bitrate von bis zu 80 MBit/s.

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Denn auch Qualität hat ihren Preis, in diesem Fall kostet Sie allerdings nur Zeit und Rechenerleistung. Für das Enkodieren eines solchen Filmes, ist eine relativ hohe Computer-Performance erforderlich. MPEG-2 bedeutet im Gegensatz zu MPEG-1: Wesentlich mehr Aufwand beim Kodieren, im Gegenzug erhält man dafür eine höhere Auflösung mit noch besserer Bildqualität und zugleich weniger Speicherplatzbedarf. Auf MPEG-3 gehen wir nicht weiter ein, es hat sich niemals als eigenständiges Format durchgesetzt, sondern wurde in MPEG-2 integriert.

Kommen wir also zu MPEG-4, einer konsequenten Weiterentwicklung von MPEG-2. In diesem Format kam die Möglichkeit hinzu, interaktive Inhalte einzufügen. So kann man zum Beispiel ein Avatar (einen animierten 3D-Charakter) in ein MPEG-4 "Projekt" einfügen. So eignet sich dieses Format nicht nur für Videofilme, sondern auch für das Übertragen von Videokonferenzen. Die Konferenzteilnehmer werden dann als Avatare repräsentiert und können in der Konferenzumgebung interagieren. Ein Format also, in dem noch eine Menge Potential steckt.

Der Ton macht die Musik, der Video-Codec das Bild

Die Videospur kann unter anderem mit den Codecs DivX, Xvid oder Nero Digital komprimiert werden. Für den Ton kann man die Formate MP3 und AAC in Betracht ziehen, allerdings ist man hier in seiner Wahl ziemlich frei. Eine Datei im MPEG-4 Format, muss nicht zwangsläufig in einem MPEG-Container (.mpg) untergeracht werden. Häufig wird auch AVI verwendet - die Dateiendung ändert sich von ".mpg" zu ".avi". Damit es dann keinen Stress mit der Tonspur gibt, sollte man dafür das MP3-Format auswählen. Allerdings steht es einem auch frei, einen anderen Container für MPEG-4 zu verwenden. Matroska oder OGM bieten sich hier an.

MPEG-4 ist seit Windows 98 auf jedem Microsoft-Computer installiert, allerdings ist die Bitrate dabei auf maximal 256 Kilobit pro Sekunde begrenzt. Diese Bitrate wurde durch den DivX-Codec, der ein Hack von Microsofts MPEG-4 ist, auf bis zu 6000 Kilobit erweitert. Erst so ist eine zufriedenstellende Bild- und Tonqualität erreicht worden. DivX ist für Videodateien quasi das, was die MP3 für den Audiobereich war - ein Meilenstein.