Altertümchen werden bald nicht mehr ausgeliefert
Torschlusspanik: Intel Pentium I nur noch bis Ende März
Kurioses weiß das britische Magazin "The Register" zu berichten: Diese Woche habe Intel seinen Kunden mitgeteilt, dass der altertümliche Pentium I nur noch bis zum 31. März zu haben sei. Danach nimmt der Chipriese keine Bestellungen mehr an - eine hunderprozentige Liefersicherheit sei bis dahin aber nicht gegeben.
Mehr als zehn Jahre - eine geradezu astronomische Zeitspanne im Mooreschen Universum - hätte es nach abgelaufener Frist gedauert, bis Intel endgültig vom nostalgischen Schwelgen in Prozessorhistorie Abschied nimmt. Besonders die Jüngeren unter uns werden sich kaum noch daran erinnern, dass sich ein Pentium I mit 100, 133 oder 166 Megahertz, oder gar eine MMX-Version mit 200 respektive 233 Megahertz, einmal auf dem aktuellsten Stand der Technik befand.

Pentium-II-Produktion im Dezember eingestellt
Der mit multimedialen SSE-Befehlen aufgepeppte Pentium MMX besaß lediglich einen 16 Kilobyte großen L1-Cache - einen L2-Cache auf dem Chip gab es damals nicht. Intels fünfte Prozessorgeneration wurde noch im 350-Nanometer-Verfahren produziert, während mittlerweile schon 90-Nanometer-Chips gang und gäbe sind.
Erst im vergangenen Dezember 2004 setzte Intel seine Kunden formell davon in Kenntnis, die Herstellung des Pentium II endgültig einzustellen. Laut "The Register" soll das letzte, aktuellere Stück Technikgeschichte am 1. Juni nächsten Jahres das "riesige Warenhaus" von Intel verlassen.
