Mac-P2P: Das Bittorrent-Netzwerk
Unsittliche Schnorrerei
Nervig: Bittorrent öffnet bei jedem Start ein Browser-Fenster, das die Website des Autors des Mac OS X-Clients, Andrew Loewenstern, öffnet. Auf dieser Seite ist nicht nur das Bild des Entwicklers zu finden, stilecht mit Pornobalken und Draught-Beer, nein, hier wird der User auch noch nach Geld angeschnorrt. Zwar ist Bittorrent genau wie die anderen beiden Clients kostenlos, allerdings handelt es sich bei dem Tool um Donation-Ware, man soll also spenden, wenn man das Programm benutzt.
Diese Website lässt sich allerdings recht einfach umgehen, indem man den dritten Client im Bunde nutzt, Tomato. Tomato ist ein etwas verbesserter Bittorrent-Klon. Es startet mit einem Fenster, in dem ein Torrent, wahlweise von der Festplatte oder aus dem Netz, angewählt werden kann. Außerdem erlaubt das Programm die Erstellung von Torrents. Der letzte Download wird unter dem Punkt "Recent" angezeigt, eine Möglichkeit, die letzten Downloads automatisch neu zu starten, fehlt.
Tomato: Mac OS X only!
Dadurch ist Tomato als einziger rein für Mac OS X erhältlicher Bittorrent-Client auch das unkomfortabelste Programm im Test. Obendrein ist es alles andere als stabil, unvermittelte Abstürze sind eher die Regel als die Ausnahme, zudem kam es oft genug zu Abbrüchen und nicht erklärbaren Download-Fehlern. Damit kann das Programm getrost als unbenutzbar eingestuft werden.
Insgesamt konnten zwei der drei Bittorrent-Clients für Mac OS X überzeugen. Das schickste und umfangreichste Programm, Azureus, ist vom PC her bekannt und überzeugte durch einfache Bedienung, komplett deutsche Lokalisierung und umfangreiche Einstellungsmöglichkeiten.
Fazit: Azureus Testsieger
Der zweite im Test ist Bittorrent vom Andre Loewenstern. Seine OS X-Portierung des Bittorrent-Clients kann als gelungen betrachtet werden, auch wenn das Tool das komplette Gegenteil von Azureus ist, erlaubt es doch so gut wie keine Einstellungen. Der kleine Client läuft einfach, was ja im Grunde auch Sinn der Sache ist. Etwas aufdringlich ist die Schnorrerei des Entwicklers, wenn das Programm gestartet wird.
Tomato bewegt sich funktionsmässig zwischen Azureus und Bittorrent, erlaubt Einstellungen ähnlich wie Azureus, ist aber wesentlich kompakter. Dennoch ist es das Schlusslicht des Tests, weil es durch diverse Abstürze und die fehlende Möglichkeit, Torrents automatisch beim Programmstart zu starten, ganz klar durchfiel.
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