Pirat auf Sendung: Griffin iTrip im Test
Klang? Berauschend!
Nach einiger Zeit war dann aber schließlich eine passende Lücke im Frequenzbereich gefunden. Die Frequenz muss nun nur noch mit dem iPod abgeglichen werden. Ein Druck auf "Play" und man hört den aktuellen Song im Radio - klasse Sache.
Im wahrsten Sinne berauschend ist aber leider auch der Klang der die Boxen verlässt. War es ohnehin schon schwer im eng gesteckten Frequenzbereich der amerikanischen Sender ein freies Plätzchen zu ergattern, kommen je nach Tageszeit die ein oder anderen Störsignale hinzu.
Auch bei einem völlig freien Band kann der Klang nicht wirklich überzeugen - nichts für echte HiFi-Enthusiasten. Ein gut empfangbarer normaler Radiosender klingt auf der selben Anlage deutlich besser.
Am besten funktioniert die Übertragung bei direktem Sichtkontakt zum Empfänger. Allzu weit sollte man sich mit dem iPod auch nicht von der Anlage entfernen, da hierdurch die Qualität des Signales noch deutlicher leidet.
Auf dem Highway rauscht und knistert es
Auch im Auto soll der iTrip eine problemlose und vor allem kabellose Anbindung ans Autoradio ermöglichen. Vom Prinzip her funktioniert das Zusammenspiel zwischen iTrip und Radio genauso wie im Hotelzimmer.
Nur leider nochmal um einiges schlechter. Was im Stadtverkehr noch gerade so im erträglichen Bereich liegt, wird im Mietwagen auf der Autobahn zum Trauerspiel. Hat man gerade eine freie Frequenz gefunden, ist sie auch schon wieder weg. Wer nicht ständig mindestens eine Hand am Radio zwecks Frequenzsuche hat, der braucht auf jeden Fall einen engagierten Beifahrer.
Fazit
Was auf dem Papier nach einer tollen Sache klingt, hört sich in der Praxis weniger gut an. Eine halbwegs akzeptable Verbindung zwischen iTrip und Radio kommt nur mit viel Fummelei, und bei einer maximalen Entfernung von circa zwei Metern zustande. Hier stellt eine kabelgebunde Lösung sicher die bessere Alternative dar. Wen aber eben dieses Kabel stört, sollte auf das Bluetooth-Set welches Griffin noch in diesem Quartal auf den Markt bringen will warten. Diese wird zwar auf jeden Fall teurer, aber mit Sicherheit um einiges besser ausfallen.
Zudem ist der Einsatz des iTrip, wie bereits mehrfach erwähnt, in Deutschland nicht zulässig. Unabhängig davon kann aber auch keine Kaufempfehlung für das Gerät gegeben werden. Die 35 Euro die bei ebay und Co. hierfür fällig sind, sind anderswo sicherlich besser investiert.
