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MP3-Downloads: Online-Musikshops bald mit Werbebannern?
Anbieter von kostenpflichtigen Online-Musikplattformen denken darüber nach, ihre Angebote um Werbung zu erweitern. Die Bezahldienste sollen dadurch zusätzliche Einnahmen generieren.
Es ist kein Geheimnis, dass sich mit Online-Musik kaum Geld verdienen lässt. So hat Apples Chef Steve Jobs wiederholt erklärt, dass iTunes praktisch keine Gewinne abwerfe. Für Apple ist iTunes lediglich eine gigantische iPod-Werbekampagne. Diese Strategie lässt allerdings sich nicht so einfach wiederholen. Firmen wie Napster haben bisher nur wenig Erfolg mit dem Vermarkten eigener MP3-Player gehabt.
"Werbung kann einen Mehrwert darstellen."
Einige Online-Musikanbieter erwägen deshalb jetzt offenbar, für Produkte anderer Werbung zu machen. So erklärte Christopher Allen von Yahoo auf der Consumer Electronics Show in Las Vegas, dass seine Firma innerhalb der nächsten zwölf Monate mit dem Verkauf von Werbebannern für die Aboplattform Musicmatch beginnen werde.
Auch bei RealNetworks denkt man offenbar über Werbung im Rahmen kostenpflichtiger Musik-Plattformen nach. Vizepräsident Robert Acker erklärte dazu, kontextbezogene Werbung könne für Konsumenten einen Mehrwert darstellen. Acker wollte sich allerdings nicht darauf festlegen, welche Produkte für derartige Werbung in Frage kämen.

Apple will offenbar in naher Zukunft Werbeeinblendungen in seine iTunes-Software integrieren. Einem Bericht des US-Magazins Adage zufolge soll sich dies vorerst jedoch nur auf Podcasts beschränken.
Auf ihre Vorlieben zugeschnittene Online-Werbung stört viele Internet-Nutzer. Nach einer neuen Studie stößt personalisierte Werbung bei mehr als der Hälfte aller 120.000 Befragten auf Ablehnung. Das sogenannte "Targeting" liegt allerdings voll im Trend.




