Alle Details zum neuen Flash-Player von Apple
iPod Shuffle: Trendsetter brauchen kein Display
MP3-Hardware
"Zufälle machen das Leben spannend" heißt es auf den Seiten von Apple. Über Nacht wurde den Gerüchten und Mutmaßungen ein jähes Ende gesetzt, und die Karten auf Apples Homepage offen auf den Tisch gelegt. Was ist dran am kleinsten MP3-Player von Apple?
Zumindest kein Display. Als mir zum ersten Mal zu Ohren kam, dass Apples Flash-Player ohne jegliche Anzeige auskommen soll, sträubten sich bereits die ersten Nackenhaare. Dies konnte nur ein Gerücht sein, dass werden sie nicht wirklich durchziehen. Dann aber tauchten im Netz die ersten Bilder eines Werbe-Plakates mit der Aufschrift "Life is random" auf.
Echte Trendsetter lassen sich überraschen
Spätestens dann wurde klar - Apple meint es tastsächlich ernst. Und nicht nur das - das fehlende Display wird in der gesamten Vermarktung als riesen Pluspunkt dargestellt. Wer hip genug ist, der braucht kein Display. Hey, das ganze Leben wird spannender wenn man nicht weiß welches Lied als nächstes kommt. Überrasch mich, kleiner iPod...
Musik und Daten saugt der Flash-Player über einen unter einer Schutzkappe versteckten USB-2.0-Anschluss. Kritiker runzeln jetzt gleich das zweite Mal die Stirn, vergessliche und schusselige Menschen begeben sich schonmal unter den Schreibtisch, um nach der Kappe zu suchen.
Apple iPod shuffle
Für Großbildansicht auf ein Bild klicken.Auch Apples jüngster Spross sucht nach einem anstrengenden Tag voller erstaunlicher Zufälle und Überraschungen die Wärme und Geborgenheit von iTunes. Mit Hilfe der neuen "AutoFill-Funktion" bestückt die Software den Speicher des Players so, dass möglichst wenig ungenutzte Kapazität übrigbleibt. Wer neben Musik noch Platz für Daten auf dem Speicher benötigt, kann vorher den Speicherplatz begrenzen.
Ein mechanischer Schalter auf der Rückseite schaltet die Zufallswiedergabe aus, und die Tracks werden der Reihe nach wiedergegeben.
Bedient wird der Kleine über ein zentral angeordnetes Steuerelement welches auch mit verbundenen Augen einfach zu steuern sein dürfte. Mehr als die nackten Grundfunktionen deckt dieses aber nicht ab. Eine Wiederholung einzelner oder aller Tracks, das Abspielen von Playlists, ein Equalizer - auf all das müssen zukünftige Käufer verzichten.
Wie auch bei allen anderen Playern aus gleichem Hause fehlt auch dem iPod Shuffle ein Radio, ein Mikrofon und ein Line-In-Eingang. Zudem gibt Apple die Laufzeit des integrierten Akkus mit gerade einmal 12 Stunden an. Für einen Flash-Player ist diese Zeit äußerst mager.
Das Sie mich jetzt nicht falsch verstehen: Im Grunde ist der Shuffle eine tolle Sache. Mit den Abmessungen einer Kaugummi-Packung und einem kaum merkbaren Gewicht von 22 Gramm kann er praktisch überall mit hin genommen werden. Zu einem Preis von knapp 100 Euro für die 512 Megabyte Version, und nochmals 50 Euro mehr für die doppelte Speichermenge, ist aber einfach zu wenig dran am neuen Apple-Player. Trotzdem wird er wahrscheinlich wieder zum Verkaufsschlager werden - wollen Sie wetten?
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