Dieser Open-Source Container hat es in sich
Matroska: Video-Container-Format mit Zukunft
Alexander Falk
AVI als Standard-Container-Format abzulösen, haben sich die Entwickler von Matroska ganz groß auf die Fahne geschrieben. Und die Chancen dafür stehen gar nicht schlecht, schließlich ist Matroska ein Open-Source-Project mit viel Potential für die Zukunft.
Alle lieben Open Source
Open-Source-Projekte kommen bei Usern aller Nationen gut an. Alles, was Film-Liebhaber schon lange an AVI ärgert, soll mit Matroska zukünftig besser werden. So können zum Beispiel die gängigen Videoformate - darunter MPEG 1, MPEG 2, MPEG 4, Real Video und WMV - in diesem Container untergebracht werden
Und auch in der Auswahl des Audioformates ist man längst nicht mehr so beschränkt, wie das bei AVI-Filmen der Fall ist. Egal ob WAV, AAC, MP3 oder Ogg Vorbis - Matroska nimmt so ziemlich jedes Format als Tonspur an. Veröffentlicht wurde Matroska am 1. Mai 2003, seitdem wird das Projekt von einer ständig wachsenden Fan- und Entwicklergemeinde vorangetrieben.
Letztes Novum: Seit Anfang 2005, so ist in den "Matroska-News" zu lesen, soll es möglich sein, mit einem entsprechenden Programm, sogar komplette DVD-Menüs zu rippen und in Matroska zu integrieren. Allerdings fehlt es noch an einem Multimedia-Player, der es vermag, diese DVD-Menüs auch abzuspielen. Was die interaktiven DVD-Menüs angeht, heißt es wohl noch ein bisschen warten, bis die vielen Programmierer rund um die Welt auch dafür eine Lösung gefunden haben.
Schon einen passenden Player endeckt?
Um Matroska abzuspielen, eignet sich zum Beispiel der Core-Media-Player oder der Media-Player-Classic. Beide Programme sind Freeware und unterstützen etliche Audio- und Video-Formate, darunter eben auch Matroska. Welcher Player einem eher zusagt, muss jeder für sich selbst entscheiden.
Sollte man sich mit Martoska beschäftigen?
Mit Sicherheit wird uns AVI noch einige Jahre erhalten bleiben, doch der von Microsoft entwickelte Container, wird in absehbarer Zeit unseren multmedialen Anforderungen nicht mehr gewachsen sein. Die Dateigröße auf 2 GB begrenzt, schlechte Subtitle-Unterstützung, maximal zwei mögliche Tonspuren, fehlende Kapitel und so weiter. Fast alles was AVI nicht leisten kann, kann Martoska schon seit seinem ersten "Release". Noch fehlende Features werden durch eine Heerschar williger C++ Programmierer entwickelt und veröffentlicht.
Die Macher von Matroska motivieren jeden dazu mitzumachen - ganz im Sinne von Open-Source. So heißt es auf der offiziellen Webseite: "Wir laden jeden interessierten Entwickler ein, ein Teil unseres Teams zu werden, um mit uns diese Ziele zu erreichen. Obwohl der meiste existierende Matroska-Quellcode in C++ geschrieben ist, sind wir genauso an C- und Java-Programmierern interessiert."
Programme um Matroska-Dateien zu bearbeiten
- Matroska Splitter - schneidet Martoska-Files.
- Matroska Muxer - trennt Bild und Ton.
- Virtual Dub - zum transcodieren nach Matroska.
- Virtual VCR - TV Capturing in den Matroska-Container.
- Komplettes Package - darin ist so ziemlich alles was man braucht
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