AVI: Pattex für Bild und Ton

Komprimierte Dateien

In diesem Fall hätten Sie also keinen "AVI-Film", sondern ein DivX-Film, der allerdings in einer AVI-Datei abgespeichert wurde. Um nachträglich herauszubekommen, mit welchem Codec ein Film komprimiert wurde, helfen sinnvolle Tools wie Gspot. Wie das funktioniert, können Sie in einem ausführlichen Tutorial auf unseren Seiten nachlesen.

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Da die Dateigröße von "AVI" schon zu Zeiten von Windows 95 auf maximal 2 GB begrenzt war, wurde schnell klar, dass lange Videos komprimiert werden müssen. Doch sollten die Filme dabei auch weiterhin von den gängigen Mediaplayern abgespielt werden.

Um diese Aufgabe zufriedenstellend zu erfüllen, wurden Programme zur Komprimierung der Videodateien entwickelt - die Idee zum Codec war geboren. Die verbreitesten Codecs für Videomaterial sind heute DivX, Xvid und Huffyuv. Unkomprimierte Audiodateien werden meistens zu MP3 konvertiert, um erheblich Platz zu sparen. Über den AVI-Container sagt das nichts aus. Dort können die verschiedensten Dateiformate vorliegen, egal ob DivX, Xvid, MP3 oder WAV, der Container selbst bleibt dennoch der gleiche.

Man darf AVI also nicht mit DivX oder Huffyuv gleichsetzen, denn letztere sind Codecs. Codec steht für Compress/Decompress, es geht hierbei um die Art und Weise, wie eine Videodatei komprimiert wird. Um eine so komprimierte Datei auf einem zweiten Computer wieder abpielen zu können, braucht auch dieser zweite Computer den entsprechenden Schlüssel. Ein Codec ist sozusagen die Sprache, um die Kommunikation zwischen Rechner und der komprimierten Videodatei zu ermöglichen.

Damit der Computer weiß, mit welchem Codec er es zu tun hat. steht am Anfang einer jeden AVI-Datei, immer zuerst der Four CC Code (Four Character Code). In diesem Code sind Informartionen über die Komprimierung und den Farbmodus der Videodatei enthalten. Diese Informationen benötigt der Mediaplayer um die Datei korrekt abzuspielen. Auf dieser Microsoft-Website, kann man sich eine Auflistung einiger Four CC Codes genauer ansehen.

Ausblick in die Zukunft - Matroska kommt

Matroska ist nicht etwa ein russischer Vodka, sondern ein ernster Microsoft-Konkurrent, dessen Entwickler sich vorgenommen haben den Container-Standard AVI abzulösen. In unserem zunehmend multimedialer werdenden Zeitalter wird immer deutlicher: AVI ist out. Matroska hat gegenüber "AVI" einige entscheidende Vorteile: Man kann Menüs wie bei einer DVD erstellen und es können mehrere Sprachen und Untertitel in der Datei gespeichert und später wieder ausgewählt werden.