Neuer Bereich für Downloads und portable Player
Sony: Offensive gegen Apples Dominanz
Mit einer neuen Tochterfirma will Sony verlorenen Boden am Online-Musikmarkt gut machen. Bis zu 400 Mitarbeiter sollen sich um den Musik-Vertrieb im Internet, die eigene Download-Plattform Connect und portable Player kümmern. Erst Mitte diesen Jahres hatte Sony erkannt, dass man mit der bisherigen Strategie keine Erfolg hat.
In einem ersten Schritt hatte Sony deshalb beschlossen das beliebte Audioformat MP3 zu unterstützen. Mittlerweile sind auch einige digitale Musikplayer erschienen, die neben dem hauseigenen ATRAC3-Format auch das MP3-Format unterstützen. Ähnliche "Kompatibilitätsprobleme" hat auch der Sony-eigene Musikdienst Connect, der ausschließlich ATRAC3-Dateien mit einer Bitrate von 132 kBit/s anbietet. Anders als Apple mit seinem AAC-Format, kann ATRAC3 in der Qualität nicht überzeugen.
iPod-Konkurrent ab 2006?
Die neue Abteilung "Connect Company" soll den Vorsprung Apples nun einholen. Der einstige Pionier Sony, der 1979 mit dem Walkman den ersten tragbaren Musikplayer veröffentlichte und bereits 1999 einen eigenen Musikdienst im Internet hatte (BitMusic), hinkt deutlich hinterher. Apple dominiert mit 35 Prozent Marktanteil deutlich den Markt für tragbare Musikplayer. Sony folgt mit nicht einmal zehn Prozent erst auf Platz vier der BCN-Rangliste für verkaufte Player vom 29. November bis zum 19. Dezember.
Connect Company soll neue Festplatten-Player entwickeln, die dem iPod von Apple Konkurrenz machen sollen. Das erste neue Produkt könnte bereits Ende des nächsten Jahres erscheinen. Ähnlich wie bei iTunes sollen auch bei Connect Songs angeboten werden, die zu Handys und Computer voll kompatibel sind. Später sollen Video- und Spiele-Downloads folgen.
Erst vor wenigen Wochen hat der Marktführer Apple beschlossen, seine Aktivitäten rund um den iPod und den iTunes Music Store ebenfalls in eine eigene Tochtergesellschaft zu bündeln.
Weitere Informationen
Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir eine redaktionelle Übersicht erstellt. Sie finden das Special zu Apple iTunes hier.
