Mac-P2P: Das Gnutella-Netzwerk
Saubere Einstellungen
AcquisitionX startet mit Registrierhinweis und geöffnetem Einstellungsfenster. Sinnigerweise kann man das Programm dort also direkt vor der ersten Benutzung einstellen. Verglichen mit Limewire ist Acquisition übersichtlich: Ganz im Mac OS X-Stil gibt es sechs Schaltflächen, die die jeweiligen Unterpunkte der Einstellungen sinnvoll anordnen.
Für Mediendateien kann individuell das Verzeichnis angegeben werden, in das heruntergeladen werden soll. So bleibt Ordnung auf der Festplatte. Genau wie bei Limewire kann der Upload von Dateien gesperrt werden. Die ausgefeilte OS X-Integration erlaubt es, Dateien während des Downloads anzuhören, wobei Acquisition dabei auf Quicktime zurückgreift. Natürlich gibt es auch die Möglichkeit, nicht jugendfreien Content auszufiltern.
Sind die Einstellungen gemacht, kann gesucht werden. Die Ergebnisse kommen schnell und übersichtlich angeordnet in die Ergebnisliste. Auch bei AcquisitionX gibt es ein Rating-System, das sich allerdings nur nach der Qualität des Downloads, nicht nach der Qualität der Datei an sich richtet. Viele Sternchen bedeuten: Viele Quellen, wenige Sternchen wenige Quellen und genau wie bei Limewire startet der Download bei guten Ergebnissen direkt, wohingegen seltene Dateien oft Tage oder Wochen brauchen können.
Dock-Integration und schneller Download
Schön: AcquisitionX erlaubt die Anzeige der Download-Geschwindigkeit im Dock. Der User ist also selbst, wenn Acquisition sich hinter einem Stapel Fenster versteckt, ständig darüber informiert, was sein Filesharing-Client da gerade treibt. Ist ein Song heruntergeladen, wird er auf Wunsch automatisch zu einer iTunes-Playliste namens Acquisition hinzugefügt, aber das kann Limewire auch.
Ordentlich gesucht ist allerdings die Suche: Um sich besser durch den Wust der Suchergebnisse kämpfen zu können, erlaubt eine Navigationsleiste die detaillierte Suche nach der gesuchten Datei: Über die Meta-Tags liest Acquisition die Ergebnisse aus, man kann sich bis zum gesuchten Titel via Interpret und Album durchklicken. Außerdem lassen sich auf diese Weise elegant MP3s von anderen Dateitypen trennen, gerade für User, die sich mit Endungen nicht auskennen, eine sehr hilfreiche Funktion.
Acquisition ist der bessere Client
Im Vergleich zu Limewire wirkt Acquisition insgesamt Mac-typischer und runder als Limewire. Obendrein ist das Tool wesentlich weniger Hardware-intensiv. Auf dem Testgerät beeinflusste Acquisition den Rechner-Betrieb so gut wie nicht. Allerdings scheint es ein Speicherloch zu geben, Acquisition beansprucht mit fortgeschrittener Laufzeit immer mehr Rechenleistung. Da das Tool aber im Monatsabstand geupdatet wird, dürfte das Problem mit der nächsten Version behoben sein.
Insgesamt machte Acquisition im Vergleich mit Limewire im Test den besseren Eindruck. Allerdings bleibt kann sich das mit jeder Versionsnummer ändern. Wer es auf Deutsch mag, sollte allerdings auf Limewire zurückgreifen, Acquisition wird zwar auch übersetzt, allerdings hängt die Übersetzung immer zwei bis drei Versionsnummern hinterher. Das allerdings ist kein Ausschlusskriterium, die Benutzung sollte auch für Englisch-Legastheniker kein Problem sein.
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