Was der Explorer nie erreichen wird
Firefox und IE: Die Sache mit der Sicherheit
Michael Knott
Prinzipiell ist der Internet Explorer das attraktivere Hackerziel: Der Browser ist eng mit dem Betriebssystem verbunden und lässt gefundene Sicherheitslücken sofort dramatische Ausmaße annehmen. Andere Browser sind von vorne herein hauptsächlich auf das Anzeigen von Internetseiten ausgelegt. Der Explorer wird stattdessen aber noch für grundlegende Aufgaben, wie etwa die Dateiverwaltung, genutzt.
Dieser Konzeptfehler brachte den Microsoft-Browser zwar ganz nach vorne, die Sicherheitsrisiken bringen ihm aber ständige Kritik. Denn erst durch die Integration in Windows, konnte der Internet Explorer erfolgreich in Umlauf gebracht werden. Microsoft verschlief nämlich das Internet und rüstete Windows 98 in einer hektischen Aktion mit dem Internet Explorer aus.
Seitdem ist der Browser in allen Windows-Versionen mit dabei und sorgt durch seine enge Verzahnung mit dem Betriebssystem für unnötige Sicherheitsrisiken. Netscape, vor Windows98 der meist genutzte Browser, ist durch die Microsoft-Aktion heute aus dem Rennen.
Fahrlässiges Nachrüsten
Jetzt wird das dramatische Ausmaß der Sicherheitsmängel sichtbar: Ständig gerät Microsoft in die Schlagzeilen, weil mal wieder eine Lücke gefunden wurde, die den PC gefährdet. Zwar behauptet der Konzern das läge an der hohen Verbreitung seiner Software. Doch die fahrlässige Integration in das Betriebssystem ist ein unübersehbarer Fehler.
Die meisten Sicherheitslücken gründen auf den so genannten "aktiven Inhalten", wie Java, Javaskript oder ActiveX. Das sind kleine Programmiersprachen, mit denen der Browser erweitert wird. Er dient dann nicht mehr nur der Anzeige von Text und Bild einer Seite, sondern bietet multimediale Möglichkeiten. Webseitengestalter können etwa kleine Spiele, Animationen Videos oder Musik im Netz veröffentlichen.
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