Der deutsche DSL-Quasi-Standard und seine Tücken
U-R2: Probleme beim DSL-Anschlusswechsel
DSL-Hardware und Technik
Laissez-faire
Der U-R2-Standard wurde von der Telekom ins Leben gerufen und von Zeit zu Zeit aktualisiert. Aber frei nach dem Motto "Macht doch, was ihr wollt!" ist für die Funktionsgarantie der Hersteller selbst verantwortlich. Heißt also, wenn dieser sein Produkt aus Kostengründen nur an einem U-R2-konformen Telekom-DSLAM testet, kann er daraus nicht immer einen Rückschluss auf die Kompatibilität zu den Vermittlungsstellen der Telekom-Mitbewerber ziehen.
Ob das Gerät letztendlich in anderen DSL-Netzen verwendbar ist, steht dann meistens in den Sternen. Besitzer eines DSL-Routers sind im Allgemeinen jedoch besser dran als die Inhaber eines DSL-Modems; denn an guten Produkten kann der begabte Techniker die Richtwerte so verändern, dass das Gerät fast überall lauffähig ist. Die entsprechenden Daten sollte die technische Hotline des Netzanbieters parat haben.
Sie wünschen?
Besonders entgegenkommend sind laut eigenen Angaben die Geräte der Firma OvisLink. Diese erkennen automatisch, ob die Leitung mit einem U-R2-Protokoll arbeitet. Bei der Installation fragen sie bereits an, in welchem Land sich der Standort befindet und welcher Netzbetreiber am anderen Ende der Leitung sitzt. Daraufhin soll sich das Gerät automatisch konfigurieren. Ob die OvisLink-Gerätschaften tatsächlich so praktisch sind, muss ein Test zeigen.
Nein-Sager
Neben den U-R2-konformen DSL-Netzbetreibern gibt es auch solche, die sich - aus welchen Gründen auch immer - gar nicht um den Möchtegern-Standard scheren. Das sind zum einen broadnet und QSC, und zum anderen stellvertretend für noch einige Andere M''net und NetCologne. Alle vier stellen ihren Kunden die Gerätschaften für die Dauer des Vertrags leihweise zur Verfügung, haben dafür aber ganz unterschiedliche technische Motivationen.
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