Der deutsche DSL-Quasi-Standard und seine Tücken

U-R2: Probleme beim DSL-Anschlusswechsel

So einfach ist das heute: Wem der T-DSL-Anschluss zu teuer, zu monopolistisch, oder einfach nur zu rosa ist, wechselt zu einem anderen DSL-Anbieter. Dank des tobenden Preiskampfes fallen die Anschlussgebühren meist weg, und auf subventionierte Hardware und damit verbundener Vertragslaufzeit kann man ja schließlich verzichten, solange die Ausrüstung noch vorhanden ist.

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Wehe aber, Modem oder Router gehören zu den Hardware-Exoten, und werden vom neuen Netzbetreiber gar nicht unterstützt. Oder schlimmer noch: Der hinter jeder Offerte eine Vertragsbindung vermutende Kunde hat die kostenlos zu leihenden Gerätschaften dankend abgelehnt, um dann festzustellen, dass selbst an seinem gängigen Markengerät die (Synchronisations-) Lichter ausgehen.

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Hätte er einen Blick in AGB oder FAQ seines neuen Netzbetreibers geworfen, hätte er sicherlich lesen können, dass ihm ein Standard-Modem mit U-R2-Schnittstelle praktisch gar nichts nützt. Jetzt heißt es also doch noch, Modem und Splitter nachbestellen. Bei diesem Hin und Her sehnt man sich doch fast nach den Jahren um den Milleniumswechsel zurück, als allein T-DSL eine Möglichkeit darstellte, ohne größeren Aufwand, aber dafür mit Highspeed ins Internet zu kommen.

Früher war alles besser?

Einfacher war es sicherlich: Gehörte man zu den Glücklichen, bei denen T-DSL verfügbar war, brauchte man sich nur um Bestellung und Installation zu kümmern. Auswahlmöglichkeiten für die Hardware gab es nicht: Das Modem war entweder von Alcatel, ECI oder Siemens, wurde zusammen mit dem Splitter von der Telekom kostenlos gestellt, und alle waren glücklich.

Nicht ganz - denn mit der Unbeschwertheit war es vorbei, sobald das Modem wegen Umzug oder Verkauf seinen Einsatzort wechseln sollte - das ging meistens in die Hose. Schuld daran waren unterschiedlichste Schnittstellen zwischen Modem und Vermittlungsstellen in den einzelnen Regionen: Die in Deutschland übliche ADSL-Definition "Annex B" lässt nämlich noch so viele Variablen offen, dass nur aufeinander abgestimmte Geräte miteinander kommunizieren konnten.


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