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Jahresrückblick Unterhaltungstechnik
Alles was Spaß machte und wichtig war in 2004

von Michael Knott Uhr veröffentlicht

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Für all diejenigen die Freude an Unterhaltungstechnik haben, war 2004 ein aufregendes Jahr. MP3-Player wurden bunter und bekamen größere Speicherkapazitäten. Die beiden großen Konsolenhersteller Sony und Nintendo lieferten sich sowohl bei den tragbaren Konsolen, als auch bei der Heimunterhaltung eine nie dagewesene Schlacht um die Gunst der Käufer. Und auch das private Heimkino rückt dank neuer Technik und rapidem Preissturz für manchen in greifbare Nähe.

Für all diejenigen die Freude an Unterhaltungstechnik haben, war 2004 ein aufregendes Jahr. MP3-Player wurden bunter und bekamen größere Speicherkapazitäten. Die beiden großen Konsolenhersteller Sony und Nintendo lieferten sich sowohl bei den tragbaren Konsolen, als auch bei der Heimunterhaltung eine nie dagewesene Schlacht um die Gunst der Käufer. Und auch das private Heimkino rückt dank neuer Technik und rapidem Preissturz für manchen in greifbare Nähe.

Nahezu jeder läuft heutzutage mit dem MP3-Player in der Tasche, und dem Knopf im Ohr durch die Gegend. Passten vor zwei Jahren gerade mal nur ein paar Lieder auf den Flash-Player, knackten die Hersteller erstmals in diesem Jahr die magische Grenze von einem Gigabyte Speicher für die kleinen, robusten Alltags-Geräte. Und auch die Ausstattung wurde üppiger: Radio, Line-In-Eingang und Mikrofon gehören bei den meisten Modellen bereits zum guten Ton.

Auffallen in MP3-Geräte-Dickicht

Um sich von der Konkurrenz abzusetzen griffen die Hersteller immer tiefer in die Design- und Funktionskiste. Dies bescherte uns so manches Kuriosum, zum Beispiel einen MP3-Player aus Gold. Auch spezielle Player für die trendbewusste Frau durften in diesem Jahr nicht fehlen.

Bei den abspielbaren Formaten zeichnete sich ein Trend weg vom niedrig komprimierten Dateien, hin zu gut klingenden Formaten ab. Denn notfalls soll die MP3-Sammlung ja auch auf der heimischen Stereo-Anlage gut klingen. Ogg-Vorbis-Unterstützung fand nicht zuletzt aus diesem Grund den Weg auf immer mehr Ausstattungslisten der Player.

Als Trendsetter bei den Großen, den MP3-Playern mit eingebauter Festplatte, ist nach wie vor Apple das Maß aller Dinge. Die Apfelschmiede legte mit dem iPod der vierten Generation vor, und viele andere zogen nach. Zum Teil tauchten Geräte auf, die erst auf den zweiten Blick klarmachten das sie kein iPod sind. Beim iPod Photo, hinkte ausnahmsweise einmal der Marktführer hinterher. Aktueller Wasserstand bei der Kapazität sind 60 Gigabyte Speicher.

Profitiert haben aber auch die Festplatten-Player mit weniger Speicher. So vielen viele ausgereifte Modelle mit bis zu 20 Gigabyte stark im Preis, und sind nun teilweise deutlich unter 200 Euro zu haben.

2004: Die ersten PMC gehen an den Start

Doch die reinen Musikboxen bekamen in diesem Jahr Konkurrenz. Nach langem Vorlauf und wilden Spekulationen war es 2004 endlich soweit: Die von manchem sehnlichst erwarteten Portable Media Center, kurz PMC, erblickten das Licht der Welt.

Auf den Schultern dieser portablen Unterhalter lasten hohe Erwartungen. Mit Videodarstellung, großem Farbdisplay und MP3-Musik ziehen sie ab diesem Jahr los, um neue Käuferschichten anzusprechen. Die ersten PMC wurden noch unter der Federführung Microsofts entwickelt, und von Partnerfirmen hergestellt. Creative, iRiver und Samsung waren hier die Pioniere.

Die offensichtlichen Nachteile einer streng nach Microsofts Vorgaben orientierten Produktlinie erkannten manche Hersteller ziemlich schnell. So kamen nach und nach weitere PMC mit eigenen Betriebssystemen auf den Markt. iRiver beispielsweise bietet sein PMC sowohl mit Windows-Logo, als auch auf Linux-Basis an.

Die tragbaren Spielkonsolen sind den PMC mittlerweile gar nicht mehr so unähnlich. Die beiden Neuvorstellungen der Hausherren Sony und Nintendo sorgten für viel Wind im letzten Jahr. Nach etlichen Terminverschiebungen zum Produktstart konnten die beiden Handhelds dann schließlich doch noch überzeugen.

Sonys Playstation Portable, kurz PSP, sorgte mit Video- und MP3-Unterstützung, atemberaubenden Spielen in Playstation-2-Manier, und drahtlosen WLAN-Fähigkeiten für glasige Augen bei Spielefans.

Tragbare Konsolen werden zu mobilen Alleskönnern

Und auch der kurz zuvor vorgestellte DS von Nintendo kam mit WLAN daher. Zudem kombinierte er mit einem doppelten, berührungsempfindlichen Display erstmals eine tragbare Spielkonsole, mit dem Bedienkonzept eines Organizers. Mit dem alten Gameboy hat der neue DS nur noch den Nintendo-Schriftzug gemeinsam

Wohin der Trend bei tragbaren Unterhaltungs-Geräten geht, scheint klar zu sein. Weg vom einspurigen Einzelgänger, hin zum alles abdeckenden Multimedia-Tool. Video- und Musikdarstellung, drahtlose Netzwerkfunktionen und Organizer-Qualitäten wachsen immer mehr zusammen. Da liegt es nahe auch das Handy direkt mit in die Geräte der Zukunft zu packen. Die Grundvoraussetzungen hierfür wurden in diesem Jahr bereits geschaffen.

Im heimischen Wohnzimmer fand auch der Surround-Klang seinen festen Platz. Kaum ein Discounter der neben Obst und Gemüse nicht mindest einmal im Jahr auch eine Surround-Anlage auf dem Wühltisch liegen hatte. Fünf Boxen plus Subwoofer reichten da vielen Käufern bereits schon nicht mehr. Neben 5.1-Systemen kamen also folgerichtig auch die ersten erschwinglichen 6.1- und 7.1-Anlagen auf den Markt.

Die lästige Verkabelung der hinteren Effektboxen entfiel bei vielen Surround-Kompaktanlagen, und wurde durch eine Funk- oder Infrarotübertragung ersetzt.

Der PC blieb wo er ist, doch machten sich viele Hersteller die riesigen, mit Musik und Filmen vollgestopften Festplatten der Rechner zu Nutze, und bachten die ersten Lösungen für die drahtlose Übertragung vom PC ins Wohnzimmer auf den Markt. Mit diesen Netzwerkplayern war es nun möglich, den gesamten Inhalt der PC-Festplatte über WLAN live durchs ganze Haus zu streamen.

Drahtlose Übertragung gibt den Ton an

Das Thema "Home Entertainment" wurde nicht zu letzt durch Microsofts Media-Center-Edition von Windows XP kräftig angekurbelt. Die Vision von Bill Gates, den PC als universelle Steuerungszentrale für alle Medien im Haus auf dem Couchtisch stehen zu haben, lies sich aber noch nicht ganz in die Tat umsetzen - das belegen die noch recht schleppenden Verkaufszahlen solcher PCs im vergangenen Jahr.

Zahlreiche Anbieter sprangen auf den Zug auf und brachten Netzwerkplayer auf den Markt. Diese Geräte werden entweder direkt mit einem Media-Center-PC gekoppelt, oder funktionieren völlig eigenständig im bestehenden WLAN-Netzwerk.

Doch damit ist ja das Thema Wohnzimmer und PC keineswegs schon vom Tisch. Die immer zahlreicher gewordenen Anbieter von kleinen, geräuscharmen Multimedia-Maschinen belegten diesen Trend.

Vieles hat sich getan im Bereich der elektronischen Unterhaltung. Vieles davon wurde von den Herstellern bereits jahrelang versprochen, und wurde in diesem Jahr nun durch die ersten Produkte eingelöst. Klar, vieles davon steck tnoch in den Kinderschuhen. Größte Herausforderung für die Entwickler bleibt aber nach wie vor, die immer größer werdenen Möglichkeiten die die vorgestellten Produkte bieten, in ein einfach zu bedienenes Gesamtkonzept zu pressen. Denn hieran scheitern zurzeit noch viele Produkte. Denn was nützt die längste Funktionsliste eines Gerätes, wenn für jeden Schritt erst das Handbuch hinzugezogen werden muss?

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http://www.netzwelt.de/news/69002-jahresrueckblick-unterhaltungstechnik.html
2004-12-25 11:18:00
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