Rekorde, Pleiten, Streitereien und Aktionen
Jahresrückblick: Der Online-Musikmarkt im Umbruch
Egal, was die letzten Tage in diesem Jahr noch passiert, eines steht fest: 2004 wird als das Jahr der Online-Musikdienste in die Internet-Geschichte eingehen. In keinem Jahr wurden mehr Songs online verkauft. Niemals zuvor wurden aber auch so viele Songs illegal heruntergeladen.
Inhaltsverzeichnis
- 1Apple vs. Microsoft: Die Schlacht um Europa
- 2Rekordejagd von Apple
- 3Mercedes: Songs zum Durchstarten
- 4Neu in Deutschland: Hörbücher und MP3s ohne Kopierschutz
- 5Den iPod mit Musik versorgen ist schwerer als gedacht
- 6Musik verkauft man mit Aktionen
- 7Pleiten, Pech und Pannen
Dennoch, die Musikdienste können sich mittlerweile sehen lassen. Gemessen an den Downloadzahlen machen sie zwar nur einen Bruchteil der illegalen Downloads aus. Mit Wachstumsraten von mehreren hundert Prozent, könnte sich das aber recht bald ändern. Wir haben die wichtigsten Ereignisse zusammengefasst, die dieses Jahr den Online-Musikmarkt bewegten.
Apple vs. Microsoft: Die Schlacht um Europa
Im Frühjahr wagte der erste amerikanische Musikdienst den Schritt über den großen Teich. Apple eröffnete zeitgleich seinen Musikdienst in Frankreich, Großbritannien und Deutschland. Ende Oktober folgten weitere Filialen in Österreich, Belgien, Finnland, Griechenland, Italien, Luxemburg, den Niederlanden, Portugal und Spanien.
Ebenfalls im Oktober ist der Softwareriese Microsoft in den Ring gestiegen und hat Filialen seines MSN Music Store in Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Spanien, Italien und Belgien eröffnet. Wer allerdings auf den großen Wurf gehofft hatte, der wurde enttäuscht. Anders als in Amerika, setzt Microsoft in Europa weiterhin auf den Partner OD2.
Rekordejagd von Apple
Der unangefochtene Marktführer ist Apple. Wer hätte Anfang des Jahres gedacht, dass der iTunes Music Store einmal mehr als 200 Millionen Songs weltweit verkaufen wird? Davon allein knapp 170 Millionen in diesem Jahr! Erst im März wurde die 50-Millionen-Downloads-Grenze überschritten. Nur vier Monate später folgte der geschichtsträchtige Meilenstein mit 100 Millionen Donwloads, Apple feierte das Ereignis mit einem Riesen-Gewinnspiel.

Steve Jobs muss in einem seit mehreren Jahren laufenden Rechtsstreit um die digitale Rechteverwaltung von iTunes aussagen. Die Kläger beschuldigen Apple ein Musik-Download-Monopol geführt zu haben.




