Anwendung - Verfahren - Alternativen
FLAC: Audioformat für Lossless-Freunde
Sascha Hottes
Alternativen: FLAC in manchen Bereichen zu groß
Als Lossless-Alternative sollte sicherlich APE (Monkey's Audio) erwähnt werden. Mit APE ist man ebenfalls in der Lage aus komprimierten Musikdateien wieder eine bitidentische Kopie des Originals zu erstellen.
Laut Entwickler sind, im Vergleich zu FLAC, sogar höhere Kompressionen möglich - die Dateien werden kleiner. Allerdings spielt sich dieser Platzgewinn im Bereich drei bis vier Prozent ab. Außerdem ist sowohl die Enkodier- als auch die Dekodiergeschwindigkeit geringer.
Um seine Musik in möglichst kleiner Dateigröße auf dem PC zu archivieren, ist FLAC eher ungeeignet. Zwar kann man aus den Dateien echte Audio-Rohdaten dekomprimieren, um später beispielsweise eine originalgetreue Kopie einer CD zu brennen, jedoch sind die Dateien verhältnismäßig groß.
Das MPC (Musepack) -Format eignet sich zur Musikarchivierung deutlich besser. Bei einer Bitrate von ungefähr 160 kbit/s erreicht man mit MPC bereits eine transparente Musikqualität. Das heisst, ein Unterschied zum unkomprimierten Original ist nicht mehr zu hören.
Auch wenn es einige portable Player gibt, mit denen man FLAC unterwegs hören kann, ist man im mobilen Bereich oft mit MP3 (trotz der zwangsweise schlechteren Qualität) besser bedient. Durch die kleinere Dateigröße kann man mehr Musikstücke auf dem Flash- oder Harddiskplayer speichern. Auch unterstützen viel mehr Geräte das MP3- als das FLAC-Format.
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