WAV: Audioformat für große Festplatten

Verfahren: Gross und gut

Bei WAV werden, zum Beispiel bei einem CD-Rip, die direkten Audio-Rohdaten in der Datei gespeichert. Es findet, anders als bei MP3, OggVorbis und weiteren Lossy-(verlustbehafteten) Formaten keine Kompression statt.

Die Daten der CD werden mit der gleichen Samplerate (44,1 kHz) und der gleichen Quantisierung (16 bit) gespeichert. Das heißt, bei der Aufzeichnung der CD, werden die Audiosignale (zum Beispiel einer Gitarre) 44100mal pro Sekunde digital abgetastet. Jedem dieser 44100 "Datei-Teile" pro Sekunde wird ein Speicherplatz von 16 Bit zur Verfügung gestellt.

Je höher Quantisierung und Samplerate bei der Digitalisierung eines analogen Audiosignals gewählt werden, desto besser wird die Qualität der Musikdatei. Beim dem WAV zugrunde liegenden PCM-Format muss das nicht immer die oben beschriebene CD-Qualität sein. Auch andere Parameter wie 48 kHz bei 24 Bit (auf Video- und Audio-DVDs möglich) können verwendet werden.

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Nachteil liegt in Größe

Der Nachteil von WAV liegt in seiner Größe. Durch die fehlende Kompression kann auch kein Speicherplatz eingespart werden- ein Musikarchiv mit WAV-Dateien wäre vergleichsweise riesig.

Ein Speichern von .wav-Dateien macht deshalb nur noch Sinn, wenn man die Dateien digital nachbearbeiten will. Selbst für Audio-Enthusiasten gibt es mittlerweile sehr gute Lossy-Formate, bei denen, eine gute Kompression vorausgesetzt, kein Unterschied zum unkomprimierten Original zu hören ist. Der Vorteil gegenüber WAV: eine enorme Einsparung beim Speicherplatz.