W-OL: Finger weg von dieser ISDN-Flatrate

Die Verantwortlichen ermahnt

Interessant auch: Zwar zeigt ein Counter auf der Homepage an, wieviele ISDN-Flats aktiv sind - zurzeit mehr als 80 Prozent. Jedoch findet sich nirgendwo ein User, der behauptet, seine ISDN-Flatrate bekommen zu haben. Auf Anfrage der Netzwelt versicherte W-OL, dass es User gebe, die die Flatrate bereits erhalten hätten. Außerdem versprach W-OL, einen Testzugang für die Redaktion zur Verfügung zu stellen. Seitdem sind zwei Wochen vergangen, und es ist nichts geschehen. Was geht also vor bei W-OL? Und wer steckt dahinter?

W-OL ist eine Marke der Onlinoo Verwaltungs GmbH in München. Unter der Adresse im Impressum findet sich jedoch nur ein Büroservice, unter dessen Kunden Onlinoo nur einer von vielen ist und der mit Onlinoo ansonsten nichts zu tun hat. Geschäftsführer von Onlinoo ist Gustav Albrecht, Rechtsanwalt im bayrischen Weißenburg.

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"Ich habe allerdings mit der Geschäftspolitik nichts zu tun", sagt Albrecht, "das habe ich delegiert. Ich habe die Geschäftsführung in der Gründungsphase kommisarisch übernommen und werde sie im Januar auch wieder abgeben." Zu den Vorwürfen gegen W-OL sagt Albrecht: "Ich habe die Verantwortlichen ermahnt, die Probleme zu lösen."

Die Fäden in der Hand hält aber offensichtlich Christian Neumeyer. Er trat bereits vor zwei Jahren in Zusammenhang mit einer ISDN-Flatrate in Erscheinung - mit der Firma Totango. Diese hat die Kunden, die sich damals für die Flatrate hatten vormerken lassen, an W-OL weitergegeben. Geschäftsführerin von Totango ist mittlerweile Elisabeth Neumeyer - Christian Neumeyers Mutter. Betroffene Kunden berichten, dass unter der von Totango angegebenen Adresse niemand anzutreffen sei.

Beliebte Hotline

An der W-OL-Hotline geht Marco F. ans Telefon - wenn nicht besetzt ist. An der Presse-Hotline hebt niemand ab. F. ist sehr freundlich und zuvorkommend, und er gibt bereitwillig Auskunft, obwohl er sich "nur als Servicemitarbeiter" versteht.

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