Flachbildschirme unter die Lupe genommen
Einkaufsberater Monitore
Sascha Hottes
Wer gerne im großen Stil spielen oder Videos sehen möchte, sollte einen Blick auf besonders große Breitbildschirme riskieren. Sie sind zwar nicht ganz billig, bieten dafür eine Menge Platz für den Büro- und Privateinsatz und können sogar als TV-Ersatz herhalten.
Dells größter Flachbildschirm: Extrem-Auflösung auf 30 Zoll
Der Dell UltraSharp 3007WFP ist der größte und hochauflösendste Flachbildschirm, den netzwelt jemals testete. Mit 30 Zoll bringt es das Widescreen-Display auf eine enorme Bildfläche von über 75 Zentimetern und eine Auflösung von beachtlichen 2.560 x 1.600 Pixeln. Daneben wirkt selbst die maximale HDTV-Auflösung geradezu lächerlich. Abgesehen vom deutlich erhöhten Platzbedarf birgt das Mega-Display noch praktischen Nutzen in Form eines Speicherkartenlesers und vier USB-Anschlüssen. Auf der diesjährigen CES konnte netzwelt den Riesenbildschirm bereits in Aktion erleben. Vor kurzem hat er auch den Weg zu uns auf den Redaktionsschreibtisch gefunden. Er beeindruckt durch seine schiere Größe und stempelt sogar die 24-Zöller Dell 2405FPW und Eizo FlexScan S2410W zu regelrechten Winzlingen ab. Kaum jemandem gelang es, ohne offenen Mund oder große Augen an der Bürotür vorbeizulaufen.
Ernst zu nehmende Gegner hat der Dell UltraSharp 3007WFP kaum - genauer gesagt gibt es zur Zeit nur einen einzigen: das Apple Cinema HD Display mit 30 Zoll. Der auch für den PC geeignete Breitbildschirm bringt es ebenfalls auf 2.560 x 1.600 Bildpunkte, kostet aber gut 500 Euro mehr und bietet weniger Ausstattung und Verstellmöglichkeiten. Aus diesem Sichtwinkel betrachtet ist Dell größter Flachbildschirm fast schon ein Schnäppchen. Für den immer noch gesalzenen Preis von fast 2.000 Euro hätten wir aber zumindest einen zusätzlichen Anschluss für einen zweiten Rechner erwartet. Die kostspielige Investition wird unserer Meinung nach niemand bereuen, der Spiele und Videos endlich im wirklich großen Stil erleben will. Dabei sollte allerdings ein potenter Rechner unter dem Schreibtisch stehen - und der kostet meist mindestens so viel wie der Flachbildschirm selbst.
Dell 3007WFP im Test
Bildergalerie Dell UltraSharp 3007WFPHier geht es zum ausführlichen Testbericht des Dell UltraSharp 3007WFP
ViewSonic VP2330wb: Flachbild mit Vollausstattung
Als wahres Multitalent bewirbt ViewSonic seinen neuen 23-Zöller VP2330wb: Hochauflösende 1.920 x 1.200 Punkte im Widescreen-Format, massenhaft Verstellmöglichkeiten und hohe Bildqualität. Schon der Vorgänger VP231wb konnte überzeugen und die japanische Konkurrenz in ihre Schranken verweisen. Wie beim kürzlich getesteten Asus PG191 besteht beim VP2330wb eine so genannte "Zero Bright Dot"-Gewährleistung, die beim Auftreten heller Pixelfehler die Rückgabe des gesamten Geräts gestattet. Auf alle Teile des Flachbildschirms gibt ViewSonic drei Jahre Garantie. Angesichts des saftigen Straßenpreises von mindestens 1.243 Euro sind unsere Erwartungen hoch. Ob er sie erfüllen kann, lesen Sie im Testbericht.
In puncto Ergonomie und Ausstattung erfüllt der ViewSonic VP2330w nahezu jeden Wunsch anspruchsvoller Bildschirmbenutzer und offeriert eine Menge praktischer Detail-Lösungen. Auf sehr hohem Niveau bewegt sich auch die Bildqualität des 16:10-Displays, die Gelegenheits-Grafiker voll überzeugen dürfte. Beim Spielen macht er ebenfalls eine ansehnliche Figur, lediglich bei der Video-Wiedergabe lässt er ein paar Punkte, die sich angesichts des sehr guten Gesamteindruck durchaus verschmerzen lassen.
ViewSonic VP2330wb im Test: Flachbild mit Vollausstattung
Bildergalerie ViewSonic VP2330wbHier geht es zum ausführlichen Testbericht des ViewSonic VP2330wb
Für den guten alten Röhrenbildschirm sprechen nur noch wenige, aber nicht ganz unwichtige Eigenschaften - zum Beispiel Preis und Blickwinkelstabilität. Zum gleichen Preis eines TFT-Monitors erhält man bedeutend mehr Bildfläche und muss keinen Gedanken an die Spieletauglichkeit verschwenden. Trotzdem zahlen sich die höheren Kosten für einen Flachbildschirm aus: Denn auf Dauer bieten TFT-Monitore die gesündere Darstellung, da sie selbst bei sehr arbeitsintensiven Überstunden weniger Kopfschmerzen verursachen. Weiterführende Informationen zum Thema Flachbildschirme finden Sie auf unserer Übersichtsseite sowie in der Linkbox unter diesem Artikel.
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