Aufnehmen ist legal
DVB-T: Das kleine Filmarchiv auf der Festplatte
Peter Giesecke
Die Tage des Videorekorders sind gezählt - und damit auch die Tage der analogen Filmaufnahme. Erste Geräte speichern den TV-Mitschnitt direkt auf Festplatte. Mit DVB-T kommt das Signal in einigen Gebieten aber auch schon direkt in digitaler Form ins Haus. Gespeichert wird dann in der Qualität, in der auch gesendet wird.
Ein Nachteil von DVB-T ist, dass VPS (Video Program System) nicht mehr funktioniert. Beim analogen Antennenfernsehen wurde dieses Signal mitgesendet, um dem Videorekorder mitzuteilen, wann eine Sendung beginnt und wann sie endet. Bei DVB-T muss man nun wieder mit der Programmierung von Start- und Endzeiten hantieren.
Verschiebt sich aus aktuellem Anlass eine Sendung, hat man Pech gehabt. Auch wird die Werbung vor, nach und im Film mit aufgezeichnet. Aus naheliegenden Gründen haben die privaten Sender in Deutschland schon seit längerem das VPS-Signal nicht mehr genutzt.
Nachbearbeitung am PC sinnvoll
Wer seinen Film für das heimische Filmarchiv auf eine kompakte Länge bringen will, muss nun zu einem geeigneten Schnittprogramm greifen. Auf der Festplatte liegt der Mitschnitt jedenfalls im MPEG-Format. Auch DVD-konform ist dies noch nicht. Aber der digitalen Aufbereitung steht nichts im Weg.
Beim analogen Fernsehen war das VPS-Signal in der Zeile 16 des TV-Signals eingebettet. Bei DVB-T wird jedoch nicht mehr zeilenweise übertragen, sondern in Form ineinander verschachtelter Bits und Bytes. Zusätzlich sind noch mehrere Programme in einem Datenstrom zusammengefasst.
Theoretisch ist auch eine Übertragung des VPS-Standards auf DVB-T möglich, doch mit einem neuen, modifizierten Standard wären auch neue Geräte notwendig. Näher liegt es, die Aufzeichnung nun digital zu steuern. Die Elektronischen Programmführer (EPG) beherrschen dies auch teilweise schon.
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