Ratgeber: Erste Hilfe für den DSL-Ausfall

Werkzeug für Verbindungsstörungen

Zur Überprüfung des Netzwerks helfen im Falle des DSL-Ausfalls auch Diagnose-Programme wie der Speed Manager von T-Online: Das Werkzeug zeigt nämlich nicht nur die verfügbare Bandbreite an, sondern auch alle aktiven Verbindungen ins Internet. Eine manuelle Kontrolle kann die Software allerdings nicht erstetzen.

Wenn das Netzwerk ordnungsgemäß konfiguriert, aber die Internetleitung immer noch nicht steht, liegt das Problem anscheinend tatsächlich beim Provider. In solchen Fällen hilft nur ein Anruf beim Vertragspartner. Vorher lohnt es sich aber, einen Freund oder Bekannten anzurufen, der über eine funktionierende Internetverbindung verfügt: Internetseiten wie der iMonitor verzeichnen nämlich aktuelle Störungsmeldungen.

Vodafone UMTS-Stck
UMTS-Sticks können die Zeit während des DSL-Ausfalls überbrücken. Bild: Vodafone

Störungen im Netz finden

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So kann der Anwender möglicherweise herausfinden, ob bei anderen Nutzer ebenfalls das DSL-Netz ausgefallen ist. Sicherheit, ob tatsächlich eine Störung vorliegt, gewährt aber auch iMonitor nicht: Die Webseite basiert auf den Meldungen der registrierten Nutzer - und die können auch mal falsch liegen. Außerdem kann das mögliche Übertragungsproblem auch noch gar nicht auf Seite gemeldet worden sein. In solchen Fällen legt der Nutzer selbst Hand an und macht sein Verbindungsproblem publik.

Haben sich schon viele Anwender über eine DSL-Störung im Versorgungsgebiet beklag, ist davon auszugehen, dass es sich um einen Ausfall größeren Umfangs handelt. Die Provider dürften in solchen Fällen bereits an der Beseitigung des Internet-Ausfalls arbeiten - sicher ist das aber nicht.

Teure Hotlines

Also hilft nur der Hotline-Anruf. Wer sein Anliegen lieber per E-Mail kommuniziert, sollte bedenken, dass viele Anbieter überhaupt nicht oder erst nach Tagen auf die versandte elektronische Post antworten. Die Kommunikation per E-Mail ist allerdings umsonst, eine Durchwahl zur Hotline kostet nicht selten 0,99 Euro pro Minute.

Um die Gesprächsdauer und damit die Kosten zu minimieren, bereitet man sich auf das Telefonat entsprechend vor. Dazu gehört auf jeden Fall, wichtige Informationen wie die Rechungs- und Kundennummer parat zu haben. Idealerweise hat der Nutzer zudem vorher sein Netzwerk überprüft und kann sein Anliegen im Gespräch konkret darstellen. Auch den Rechner bereits eingeschaltet zu haben, ist sinnvoll, da sich mögliche Probleme direkt am Bildschirm lösen lassen.

Serviceleistungen der Provider

Viele Provider haben in der Vergangenheit ihre Service-Leistungen verbessert. Bei einigen Anbietern zählen dazu etwa eine kostenlose Hotline und eine garantierte Entstörung bei DSL-Ausfällen innerhalb von 24 Stunden. Das ist gut für den Verbraucher, aber wenn ein Internet-Zugang akut benötigt wird, hilft das auch nicht weiter.

Eine Notlösung im Ernstfall bieten UMTS-Sticks, die in Kombination mit einer Tagesflatrate einen DSL-Ausfall überbrücken können. Entsprechende Geräte sind bereits ab rund 30 Euro erhältlich, Tagesflatrates für zwei Euro. Einen Nachteil haben die mobilen Datentarife allerdings: Oftmals bieten sie nur einen Bruchteil der DSL-Geschwindigkeit. Die Störung im Netz sollte also möglichst schnell beseitigt werden.

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