Wiederbelebung für die (schein)tote DSL-Leitung
Erste Hilfe für den DSL-Ausfall
Christian Grohmann
Wer ist der Schuldige?
Das Telefon hat keine Probleme, eine Amtsleitung ranzuholen, aber der PC wählt sich immer noch nicht ein? Dann ist es an der Zeit, einen Blick auf DSL-Modem oder -Router zu werfen. Diese Geräte weisen meist ein paar LEDs auf, wovon mindestens eine die DSL-Synchronisation anzeigen müsste.
Ist das Lämpchen vorhanden und erfüllt seine Pflicht, ist zumindest die nächste Vermittlungsstelle erreichbar. Anderenfalls sollte das Problem auf der lokalen Netzebene zwischen Vermittlungsstelle und Modem liegen. Hier sollte der Inhaber des gestörten Anschlusses ebenfalls den Netzbetreiber zu Rate ziehen.
Übeltäter Internet-Service-Provider
Nicht selten kommt es vor, dass die ISPs selbst für einen Ausfall verantwortlich sind: Hier wurde aufgrund ungeklärter Eigentums-verhältnisse ein Router entwendet, dort ist der einzige Radiusserver ausgefallen. Anderswo hat der Provider den Zulauf unterschätzt und kommt nicht mit den Kapazitäten nach - selbst T-DSL-3000-Kunden müssen sich hier zeitweise mit ISDN-Geschwindigkeiten begnügen.
Die geschilderten Situationen treffen meist auf kleinere Provider zu, die entweder sehr kurzsichtig planen oder nicht genügend Startkapital zur Verfügung haben, um das Ihr System genügend abzusichern. Doch auch bei den Großen kann sich der Fehlerteufel einschleichen.
Ersatz-DSL-Provider
Vielleicht hat die Fehlerdiagnose oder der Hotline-Anruf ja bestätigt, dass tatsächlich "nur" der Provider ausgefallen ist. Bestens - denn wenn der DSL-Anschluss läuft besteht zumindest die Möglichkeit, die Leistungen eines Konkurrenz-Anbieters in Anspruch zu nehmen. Gut, wenn man für dieses Ausfall-Szenario gerüstet ist.
Eine zweite DFÜ-Verbindung mit einem DSL-by-Call-Tarif für den Ernstfall kostet nur ein paar Minuten für Anmeldung und Einrichtung. Faventia und NGI bieten beispielsweise Volumen-by-Call-Tarife mit einem Inklusiv-Volumen von über einem Gigabyte an. Damit können auch längere Ausfallzeiten überbrückt werden - vorausgesetzt, man ist bereit, eine gewisse Filesharing-Abstinenz einzuhalten.
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