Zur Hölle mit der Warterei
Gamer-Kolumne: Höllische Lieferzeiten
Der Weg aus der Hölle ist lang. Am Beispiel gewisser Maschinen kann er schon mal länger sein, als der durchschnittliche Geduldsfaden an der Erdoberfläche. "Machine from Hell" heißt der neue Rechenriese von "Fujitsu Siemens", der preisbewußten Zockern eine Alternative zu dem bieten soll, was aus der entgegengesetzten Richtung kommt - jener überirdischen "Alienware".
Das Datenblatt der Höllenmaschine - Bibeltreue ziehen die Bezeichnung "FSC Gamer Edition III" vor - kann sich sehen lassen: 2 x 200 GB Harddisk im Raid-Verbund, 512 MB Hauptspeicher, ein mit 3200 MHz getakteter AMD 64-Bit-Prozessor sowie eine GeForce 6800GT-Grafikkarte.
Für 1.199 Euro soll sich der Kunde von unschönen Rucklern beim "Far Cry"-Daddeln loskaufen dürfen. Zum Beweis spendieren die satanischen Schrauber den Inseltrip gleich dazu. Nun hätte alles so schön sein können, das Hardware-Hochgefühl für mindestens drei Monate konstant, hätte Chiplieferant "nVIDIA" nur ein paar Lötschichten zusätzlich disponiert.
So aber hört man auf die Frage nach dem Verbleib des Teufelswerk von "Red" bis "Zac" seit Wochen die gleiche Antwort: "Es können keine Grafikkarten geliefert werden". In der Tat, die Verknappung beim giftgrünen Grafikgiganten betrifft vor allem die zwei schnellsten Modelle der sechsten GeFore-Generation, nämlich GT- und Ultraversion.
Geduld ist also weiterhin gefragt, auch wenn das Thema wie Fegefeuer auf den Nägeln brennt. Es ist ein weiter Weg aus der Hölle - verständlich eigentlich, führt er doch ziemlich tief hinab.

Als einer der ersten Komplett-PC Hersteller präsentiert Dell den XPS 625 auf Basis der neuen AMD-Dragon-Plattform. Die günstigste Konfiguration mit dem Phenom II kostet 1.240 Euro. Neben einem Grafikkartenverbund lässt sich auch ein Raid-System der Bestellliste hinzufügen.
Alienware bietet mit dem X51 seinen bislang kleinsten Gaming-Rechner, rein optisch erinnert er stark an Spielekonsolen. Je nachdem, wie der Nutzer dies möchte, kann er den X51 hinstellen oder hinlegen.
Das Gamerherz schlägt diese Woche regelrecht Saltos. Nicht nur dass Nvidia und AMD neue Grafikkarten ankündigen und es diese auch gleich zu kaufen gibt. BFG und Evga haben nun je eine übertaktete und wassergekühlte Nvidia GTX 280 angekündigt.
Fast schon eine logische Konsequenz aus der Enwicklung der letzten Tage: Alienware hat angekündigt, dass in den Rechnern der Area 51-Serie die neuen Grafikkarten von Nvidia zum Einsatz kommen sollen. Aber so viel Performance hat ihren Preis, vor allem, wenn Alienware mit den Nvidia-Grafikkarten nur so um sich schmeißt.
Bisher mussten Gamer für die neueste Grafikkarten-Generation mindestens 250 Euro hinblättern. Doch das wird sich ab heute ändern: Nvidia wirft gleich drei neue Grafikchips für die volle Windows-Vista-Unterstützung auf den Markt: GeForce 8600 GTS, 8600 GT und 8500 GT. Alle Varianten unterstützen Microsofts aktuellste Spiele-Schnittstelle DirectX 10 und sind damit für kommende Computerspiele bestens gerüstet.




