Dem Himmel so nah

Test: B-17 Flying Fortress - The Mighty 8th

Im Zweiten Weltkrieg flogen die B-17 Bomber der 8. US-Luftflotte in großen Geschwadern verheerende Angriffe gegen Nazi-Deutschland. Mit "B-17 Flying Fortress" widmet "Microprose" den legendären Himmelstürmern eine wirklichkeitsnahe, packende Simulation.

B-17 - Screenshot: B-17
Screenshot: B-17

Den Beinamen "Flying Fortress" trug der imposante Bomber der US Army Air Force nicht ohne Grund, denn angesichts der enormen Ausmaße und der durchschlagenden Bewaffnung glich ein Boeing-B-17-Bomber in der Tat einer fliegenden Festung. Die Bomber schwärmten meist in großen Verbänden aus und wurden von wendigen Abfangjägern - den so genannten Little Friends - eskortiert.

Insgesamt zehn Mannschaftspositionen müssen an Bord der viermotorigen Maschine besetzt werden. Um einen reibungslosen Flugbetrieb zu garantieren, deckt der Computer jeweils die Bereiche ab, die der Spieler gerade außer Acht lassen muss. Schlüpft man beispielsweise in die Rolle des Bordschützen, übernimmt die CPU automatisch den Steuerknüppel, so dass man sich voll und ganz auf den Beschuss der feindlichen Jäger und Bodenstellungen konzentrieren kann.

B-17

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B-17 - Screenshot: B-17
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Die Crew im Auge

"B-17 Flying Fortress - The Mighty 8th" beleuchtet weniger den aerodynamischen Aspekt der kriegerischen Fliegerei, sondern überträgt dem Spieler die Verantwortung über das vielschichtige Crew-Managment an Bord. Auf das Geheiß des Kommandanten dürfen nicht nur die einzelnen Positionen wie Funk und Navigation neu besetzt werden, sondern auch medizinischer Beistand für verwundete Besatzungsmitglieder sowie kleinere Reparaturen an der Maschine angeordnet werden.

Um sich mit der Steuerung des Spiels vertraut zu machen, empfiehlt sich zunächst das Absolvieren der integrierten Trainingsmission. Hat man schließlich genug Höhenluft geschnuppert, stehen neben einer umfangreichen Kampagne auch ein spezieller Schnellstartmodus sowie mehrere historische Missionen zur Wahl.

Nicht nur grafisch ein Höhenflug

Wer über einen schnellen Prozessor nebst moderner 3D-Grafikkarte verfügt, darf sich bei einer maximalen Auflösung von 1600x1200 Bildpunkten auf blendende Aussichten freuen. Der Blick aus dem Cockpit vermittelt dank der fraktal generierten Landschaftstexturen einen äußerst realistischen Eindruck.

Darüber hinaus sorgt das vortreffliche Schadensmodell der Flugzeuge für zusätzliche Authentizität: ein Aufklärungsflug über eine - mit gegnerischer Flak gespickten - Hochebene, verleiht den Bombern nicht selten das Aussehen eines Schweizer Käses.

Spielefreaks, die sich auch nur annähernd für Flugsimulationen interessieren, kommen an "B-17 Flying Fortress - The Mighty 8th" nicht vorbei. Die packende Atmosphäre und das vielschichtige Crew-Managment kompensieren selbst den fehlenden Mehrspielermodus. Und angesichts der herrlichen Grafik nimmt man auch die teilweise recht langen Umschaltpausen zwischen den verschiedenen Perspektiven billigend in Kauf.

Steckbrief
Sound 14 von 15% 86%
Grafik 15 von 15%
Spielspaß 13 von 15%
Multiplayer von 10%
Bedienung 9 von 10%
Preis/Leistung 13 von 15%
Hardwareanforderung 10 von 15%
Langzeitspielspaß 12 von 15%

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