Wasserstandsmeldung
Test: Aquanox
Nach Meinung der "Aquanox"-Macher wird sich die Spezies Mensch in Zukunft nicht nur nasse Füße holen, sondern gänzlich baden gehen. Der Nachfolger von "Schleichfahrt" im Test.
Inhaltsverzeichnis
- 1Das Ende der Schleichfahrt
- 2Ärgerliches und Krasses
- 3Geschmackssache
Emerald "Dead Eye" Flint kennt das Leben an Land bestenfalls aus dem Geschichtsunterricht. Zeit seines Lebens stahl sich der schnoddrige U-Boot-Kapitän über den Grund der Meere, wo die Menschheit nach der nuklearen Zerstörung der Erde eine (Unterwasser-)Welt namens Aqua schuf. Die Tatsache, dass seine Artgenossen rein gar nichts aus den folgenschweren Fehlern der Vergangenheit gelernt haben, stört den Raffzahn mitnichten.
Als waschechter Söldner profitiert Flint schließlich von der Verkommenheit der degenerierten Unterwasser-Gesellschaft. Wie degeneriert diese Gesellschaft tatsächlich ist, erkennt der Haudegen, als ihm während eines Aufenthalts in einer Tiefsee-Spelunke das Boot geklaut wird. Ein denkbar schlechter Auftakt für den "Schleichfahrt"-Helden, der mit "Aquanox" derzeit sein Comeback feiert.
Das Ende der Schleichfahrt
Eine realistische U-Boot-Simulation sollte man auf gar keinen Fall erwarten. "Aquanox" ist ein reinrassiges Actionspiel. Zu diesem Schluss kommt nicht nur, wer sein waffenstarrendes Tiefsee-Boot mit einem Joystick zu navigieren versucht. Wie bei einem traditionellen Ego-Shooter empfiehlt sich zur optimalen Steuerung eine Maus/Tastatur-Kombination. Zu rasant ist das Gameplay, als dass behände Ausweichmanöver und blitzschnelle Kursänderungen mit einem Joystick zu bewerkstelligen wären.
Zu Beginn mit einer geliehenen Rostlaube unterwegs, gilt es schnellstmöglich Bares zu scheffeln, um die so genannten Credits in Waffensysteme, Torpedos, Generatoren, Reparaturkits und Boote zu investieren. Über eine schwache Auftragslage kann sich das Söldner-Team um "Dead Eye"-Flint jedenfalls nicht beschweren, darf es doch Schrott entsorgen, Frachter eskortieren sowie Piraten, Mutanten und ähnliches Gesocks torpedieren.
Auf das Verhalten etwaiger Mitstreiter hat der Spieler in der Rolle des Rädelsführers keinen Einfluss. Die einzelnen Teammitglieder agieren aber auch ohne ausdrückliche Anweisungen verhältnismäßig clever.
