Olympisches Spiel
Test: Zeus - Herrscher des Olymp
Dass die englische Softwareschmiede Impressions ein Faible für antike Hochkulturen hat, wissen Aufbaustrategen schon seit dem ersten Teil der "Caesar"-Trilogie. Nachdem auch der "Pharao" sein Scherflein zur Spiele-Reihe beigetragen hat, huldigen die emsigen Programmierer mit "Zeus" den alten Griechen.
Inhaltsverzeichnis
- 1Götter zum Anfassen
- 2Hoher Besuch
- 3Allein unter Göttern
Obwohl er im Olymp souverän das Zepter schwang, verhielt sich "Zeus" im Umgang mit dem weiblichen Geschlecht recht irdisch. Vor allem seine Gemahlin Hera litt unter den Eskapaden ihres Göttergatten, der seine Leidenschaft für schöne Frauen unverhohlen auslebte.
Seinen zahlreichen Affären folgten ebenso viele uneheliche Kinder. So gebar ihm Leto die Zwillinge Apollon und Artemis, die Nymphe Maia schenkte ihm Hermes, welcher später die Laufbahn zum Götterboten einschlug, und Alkemene empfing nach einer himmlischen Liaison den heldenhaften Herakles.
Götter zum Anfassen
Im jüngsten Ableger der Impressions-Reihe muss sich der Spieler mit dieser illustren (Halb-)Götter-Runde auseinandersetzen. Anders als bei Römern und Ägyptern, wo man Götzen allenfalls in den ihren Tempeln antraf, wandeln die Lichtgestalten in "Zeus" leibhaftig durch die Staßen, um sich mit markigen Sprüchen in Szene zu setzen.
Das Spiel erhält dadurch eine neue Komponente. Zwar geht es nach wie vor darum, seinen Untertanen ein ausgewogenes Warensortiment sowie ein reichhaltiges Kultur- und Freizeitprogramm anzubieten, ohne den Beistand der Götter und Helden gerät aber auch der beste Städteplaner ins Hintertreffen.
Um sich beispielsweise einer Gift spritzenden Hydra zu entledigen, bedarf es dem Heldenmut eines Herakles, wohingegen das goldene Vlies nur durch die Tatkraft des Theseus erlangt werden kann.
