Einh Fall für zwei
Test: Alone in the Dark 4: The new Nightmare
Action
Edward Carnby ist zurück! Im vierten Teil der beliebten Spiele-Reihe erlebt der Spezialist für übersinnliche Phänomene einen albtraumhaften Inseltrip. Tötungsdelikte jeglicher Art lassen Detektiv Carnby eigentlich kalt. Doch als sein bester Freund ermordet wird, speit der abgebrühte Geisterjäger Gift und Galle. Von Rachegedanken beseelt, begibt sich Carnby unverzüglich auf Shadow Island, wo man den Intimus gewaltsam zur Löffelabgabe zwang.
Begleitet wird Carnby von Aline Cedrac, die sich von Berufs wegen für das abgelegene Eiland interessiert. Wie der Anthropologin zu Ohren gekommen ist, soll Shadow Island magische Artefakte der indianischen Mythologie beherbergen, die das Tor in eine unbekannte Dimension zu öffnen versprechen.
Last Minute in die Dunkelheit
Dass ein Reiseziel mit dem verheißungsvollen Namen "Schatteninsel" - Schauplatz für mysteriöse Morde und ethnologischen Hokuspokus - womöglich Gefahren birgt, kommt den naiven Horrortouristen freilich nicht in den Sinn. Erst als ihre Maschine beim Landeanflug von einer fliegenden Bestie demontiert wird, geht den beiden allmählich ein Licht auf.
Alone in the DArk
Für Großbildansicht auf ein Bild klicken.Nach Ablauf der Intro steht es dem Spieler frei, entweder als Edward Carnby durch das gespenstische Herrenhaus auf Shadow Island zu marschieren oder in der Rolle der Aline Cedrac. Der Schwierigkeitsgrad ist in jedem Fall gleich, obwohl die Anthropologin anfangs ohne jegliche Waffe im Dunkeln tappt. Beiden Protagonisten wurden jedoch individuelle Handlungsstränge zugedacht, sodass sich nach dem ersten Durchgang ein neuerlicher Abstecher auf das unglückselige Eiland empfiehlt.
Die Taschenlampe macht den Unterschied
Handling und Spielprinzip sind identisch mit Konsolen-Krachern wie "Dino Crisis" oder "Resident Evil". Auch die vorgerenderten Hintergründe erinnern an die Exportschocker aus Fernost. Dank echtzeitberechneter Leuchtkegeleffekte aus den Taschenlampen der Spielfiguren wirkt die mit 640x480 Pixeln aufgelöste Grafik aber weniger statisch als die der japanischen Konkurrenz. Originell: Der Lichtstrahl einer Funzel sorgt nicht nur für reichlich Atmosphäre, sondern schlägt auch bestimmte Monstergattungen in die Flucht.
Zwischen schweißtreibenden Kämpfen mit Zombies, Bluthunden, Wassermonstern und sonstigem Getier, muss man sich sehr häufig auch mit Rätseln auseinandersetzen, deren Lösung allerdings kaum jemanden vor ernsthafte Probleme stellen dürfte.
Wie ausgetauscht
Die Bedienung des Inventarmenüs ist unnötig kompliziert. Um beispielsweise eine verriegelte Tür öffnen zu können, muss jedes Mal der passende Schlüssel aus dem virtuellen Rucksack gefingert werden. Nicht minder umständlich gestaltet sich die Munitionierung der insgesamt sieben verschiedenen Waffenarten: Inventar öffnen, Schießprügel selektieren und entsprechende Schaltfläche aktivieren. Zwar lädt das Alter Ego im Ernstfall auch ohne das Zutun des Spielers nach, für das nimmersatte Zombie-Pack ist ein derlei abgelenkter Held allerdings ein gefundenes Fressen.
Der schnauzbärtige Sherlock-Holmes-Verschnitt der vorherigen Teile hat sich zum hippen Mantelträger gewandelt, der direkt aus der Teenie-Horrorserie "Buffy - Im Bann der Dämonen" stammen könnte; das subtile Gruselflair der Vorgänger musste plakativer Metzelei weichen. Wer atmosphärischen Horror mit Rätseleinlagen und fiesen Schockeffekten zu schätzen weiß, wird an der düsteren Schauermär Gefallen finden. Actionpuristen greifen zu "Clive Barker’s Undying".
| Steckbrief | ||
|---|---|---|
| Sound | 13 von 15% | 81% |
| Grafik | 12 von 15% | |
| Spielspaß | 12 von 15% | |
| Bedienung | 8 von 10% | |
| Preis/Leistung | 13 von 15% | |
| Hardwareanforderung | 11 von 15% | |
| Langzeitspielspaß | 12 von 15% | |
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