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Test: Summoner
Verzaubert

von Michael Dees Uhr veröffentlicht

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"Summoner" sind sonderbare Gesellen. Statt sich wie Hinz und Kunz ein harmloses Haustier zu halten, beschwören die Magier viel lieber bedrohliche Kreaturen herauf. Das kann schon mal ins Auge gehen, wovon auch Joseph ein Lied zu singen weiß.

"Summoner" sind sonderbare Gesellen. Statt sich wie Hinz und Kunz ein harmloses Haustier zu halten, beschwören die Magier viel lieber bedrohliche Kreaturen herauf. Das kann schon mal ins Auge gehen, wovon auch Joseph ein Lied zu singen weiß.

Dem erlauchten Kreis magisch begabter Summoner angehörend, will der kleine Joseph sein Heimatdorf vor Plünderern retten und schüttelt sich in seiner Verzweiflung zum ersten Mal einen Dämon aus dem Handgelenk. Als dieser anstelle der Angreifer aber die verdutzten Dorfbewohner in die Mangel nimmt, ist die Katastrophe perfekt.

Noch bevor der Knirps realisiert, dass die gesamte Dorfbevölkerung als rote Schlacke an seinen Stiefeln klebt, schwört er dem faulen Zauber ab und entledigt sich seiner magischen Ringe.

Summoner

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Screenshot: Summoner

Heroisches Quartett

Mit den Jahren verblassen die Erinnerungen an den schrecklichen Vorfall, doch als Joseph zu einem jungen Mann herangewachsen ist, wird das Land abermals von dunklen Horden heimgesucht. Auf das Drängen eines alten Freundes hin begibt sich Joseph auf die Suche nach den einst so arglos entsorgten Ringen, mit deren Hilfe das Land von den Mächten des Bösen befreit werden soll.

Und so trottet Joseph durch eine gefährliche Welt voller Monster, Mythen und Magie. Gesteuert wird ausschließlich mit der Maus, lediglich die Ausrichtung der Kameraperspektive erfolgt über die Tastatur. Im Verlauf des Abenteuers schließen sich dem Helden weitere Kämpfer an, so dass mit fortgeschrittener Spieldauer insgesamt drei Charaktere an dessen Rockzipfel hängen.

Obwohl die Gruppe automatisch demjenigen folgt, der auf das Geheiß des Spielers die Marschroute vorgibt, sehen gewisse Spielabschnitte vor, dass einzelne Protagonisten separat gesteuert werden müssen.

Kraft durch Ringe

Auf einer Weltkarte à la "Final Fantasy" pendelt das Quartett zwischen verschiedenen Städten, deren Bewohner allesamt zungenbrecherische Namen tragen und auf Knopfdruck Rede und Antwort stehen. Auf diese Weise informiert sich die Rasselbande nicht nur über den neuesten Fantasytratsch, sondern zieht auch den ein oder anderen Auftrag an Land.

Bei pflichtgemäßer Ausführung winken Mammon und Erfahrungspunkte. Letztere darf der Spieler in die Charakterentwicklung seiner Heldentruppe investieren, wobei zwischen aktiven (vom Spieler beeinflussbaren) und passiven (automatisch angewandten) Attributen unterschieden wird.

Mit jedem Ring, dessen sich Joseph habhaft machen kann, wächst auch seine spirituelle Macht. Diese hilft ihm, mächtige Golems und Dämonen zu beschwören, die der Gruppe während ihrer zahlreichen Scharmützel zur Seite stehen. Die monströsen Helfer können allerdings auch zum Problem werden: sobald Joseph bei einer Keilerei das Bewusstsein verliert, attackieren die Biester nämlich Freund und Feind gleichermaßen.

Klick zum rechten Augenblick

Obwohl die Echtzeitkämpfe prinzipiell automatisch ausgefochten werden, darf der Spieler auch aktiv ins Geschehen eingreifen. Erscheint über den Häuptern der Kämpfer ein Kettensymbol, können per Mausklick wirkungsvolle Angriffskombinationen in die Wege geleitet werden. Entscheidend hierbei ist ein exaktes Timing. Gelingt mehrmals hintereinander der Klick zum rechten Augenblick, drischt die betreffende Spielfigur umso effektiver auf anstürmende Gegner ein.

Steckbrief
Sound6 von 10%79%
Grafik13 von 15%
Spielspaß12 von 15%
Multiplayer6 von 10%
Bedienung8 von 10%
Preis/Leistung13 von 15%
Hardwareanforderung13 von 15%
Langzeitspielspaß8 von 10%

Die 3D-Grafik ist ordentlich, rangiert angesichts des technisch Machbaren aber nur im oberen Mittelfeld. Während sich das Auge im Inneren prunkvoller Paläste und Kathedralen an architektonischen Leckerbissen erfreuen darf, erinnern die Fußmärsche unter freiem Himmel auf Grund der neblig-verwaschenen Darstellung entfernter Gebäude und Landschaftsobjekte mancherorts an eine Traumsequenz.

Ohren haben und nichts hören

Deutliche Schwächen offenbart "Summoner" im akustischen Bereich. Statt situationsabhängiger Musikuntermalung und filmreifer Sprachausgabe erwarten den Spieler monotone Klänge und Dialoge in Textform. Vertonte Gespräche gibt es nur in Verbindung mit filmisch dargebotenen Schlüsselszenen, weshalb eine entsprechende Lesebereitschaft vorausgesetzt wird.

Das Rollenspieldebüt der "Descent"-Entwickler leistet sich hier und da technische Schnitzer, verfügt aber insgesamt über genug Potential, um den Spieler bei der Stange zu halten. Fazit: Kein Meilenstein, aber durchaus solide Unterhaltung für Fans mittelalterlicher Fantasy.

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Test: Summoner
Test: Summoner
"Summoner" sind sonderbare Gesellen. Statt sich wie Hinz und Kunz ein harmloses Haustier zu halten, beschwören die Magier viel lieber bedrohliche Kreaturen herauf. Das kann schon mal ins Auge gehen, wovon auch Joseph ein Lied zu singen weiß.
http://www.netzwelt.de/news/68662-test-summoner.html
2004-03-02 12:57:00
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/gallery/2008/2828/20265.jpg
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