Höllenspaß
Test: Diablo 2
Action
Wer den Höllenbewohnern bevorzugt aus dem Hintergrund zusetzen möchte, schlüpft in die Rolle des Totenbeschwörers. Weil der sich die Hände nicht schmutzig machen will, schickt er unter anderem Golems oder Skelettkrieger in den Kampf und bleibt meist im Hintergrund.
Die Zauberin betreibt jede Menge Hokuspokus, was der teuflischen Brut äußerst schlecht bekommt. Bei einem Sturmangriff ihrer Gegner tut das zierliche Ding allerdings gut daran, schleunigst Zauberstab und Beine in die Hand zu nehmen.
Die Vereinfachung der Leichtigkeit
Die Geschichte von "Diablo 2" ist in vier Episoden unterteilt, wobei sich jeder Akt in mehrere Zwischenziele und Subquests zweigt. Dank der intuitiven Steuerung und einer vorbildlichen Benutzeroberfläche finden sich "Diablo"-Veteranen genauso schnell zurecht wie blutige Anfänger. Das ohnehin einfache Kampfsystem wurde für den Nachfolger noch einmal modifiziert. Anstatt per Hack&Slay so lange auf die Monsterschädel einzuschlagen, bis entweder jene oder aber die linke Maustaste zerbricht, genügt es nunmehr, die besagte Taste für die Dauer eines Kampfes gedrückt zu halten.
Mit "Diablo 2" hat Blizzard die Spielewelt nicht revolutioniert, der erfolgreichen Softwareschmiede gelang es jedoch einmal mehr, eine atmosphärische Welt zu schaffen, der man binnen kürzester Zeit restlos verfällt. Das Sammeln und Verwalten der zahlreichen Waffen und Gegenstände sowie das simple, aber ausgeklügelte Charaktersystem halten die Motivation über Wochen und Monate hoch.
| Steckbrief | ||
|---|---|---|
| Sound | 10 von 10% | 89% |
| Grafik | 10 von 15% | |
| Spielspaß | 15 von 15% | |
| Multiplayer | 9 von 10% | |
| Bedienung | 10 von 10% | |
| Preis/Leistung | 14 von 15% | |
| Hardwareanforderung | 14 von 15% | |
| Langzeitspielspaß | 10 von 10% | |
Risiken und Nebenwirkungen
Bleibt die Frage, warum die Entwickler nach nunmehr fast drei Jahren so zurückhaltend an der Grafikschraube gedreht haben, dass Teil zwei wie ein Add-on aussieht. Die Standardauflösung von 640x480 Bildpunkten verheißt vor allem auf größeren Bildschirmen eine Begegnung der pixeligen Art. Auch die optionale 3D-Beschleunigung ist strenggenommen nur Augenwischerei, da nur wenige Zaubereffekte von dieser Technik profitieren.
Das ändert freilich nichts an der Tatsache, dass "Diablo 2" wegen des hohen Suchtpotenzials nur knapp einer Rezeptpflicht entgeht.
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