Test: Flucht von Monkey Island
Mit dem Schwamm in die Freiheit
So sehen die Denksportaufgaben aus, an denen sich der Spieler im Verlauf des Abenteuers den Kopf zerbrechen darf. Nicht selten findet sich des Rätsels Lösung auch im Dialog mit den schrulligen Insulanern, die bisweilen aber erst nach einem rhetorischen Kraftakt bereit sind, Rede und Antwort zu stehen. Durch das Multiple-Choice basierende Dialogsystem kann das Gespräch auf entscheidende Themen gelenkt werden, wodurch neue Anhaltspunkte entstehen und die Geschichte chronologisch fortgeführt wird.
Während seiner Reise durch die Karibik sammeln sich im Inventar des Helden allerlei Gegenstände an, die zu einem bestimmten Zeitpunkt des Spiels miteinander kombiniert, oder auf andere Objekte angewandt werden. Um beispielsweise eine verschlossene Tür aufbrechen zu können, muss der Blondschopf einige Schwämme in den Spalt des Türrahmens stopfen. Werden die Schwämme danach mit Grog übergossen, erhöht sich deren Volumen, so dass die Tür Sekunden später aus den Angeln birst.
Reif für die Insel
Die Steuerung des Spiels erfolgt - anders als noch im Teil zuvor - ausschließlich über Gamepad, Joystick oder Tastatur, wobei die Belegung der einzelnen Tasten jeweils frei konfiguriert werden darf. Auch die Grafik wurde einer Modifikation unterzogen, so dass die Protagonisten neuerdings in zeitgemäßer 3D-Gewandung durch die hübschen Renderkulissen spazieren. Der Sprachausgabe ist anzumerken, dass die Verantwortlichen der deutschen Lokalisierung den Wortwitz des Originals möglichst beizubehalten versuchten. Lediglich die Wortwahl während der Beleidigungsduelle wirkt bisweilen konstruiert.
| Steckbrief | ||
|---|---|---|
| Sound | 12 von 15% | 88% |
| Grafik | 13 von 15% | |
| Spielspaß | 14 von 15% | |
| Bedienung | 8 von 10% | |
| Preis/Leistung | 14 von 15% | |
| Hardwareanforderung | 13 von 15% | |
| Langzeitspielspaß | 14 von 15% | |
Der nunmehr vierte Teil der kultigen Spiele-Reihe erbringt den Beweis: Das Adventure-Genre lebt! Die kniffligen Rätsel und der beschwingte Charme des Dreiinselreichs stellt Wasserratten und Inselaffen gleichermaßen zufrieden. Wer reif für die Insel ist, ist auf Monkey Island jedenfalls bestens aufgehoben.
