Mit Vollgas an die Spitze
Test: F 1 Racing Championship
Da dürfte selbst dem Schumi die pompöse Kinnlade entgleisen: "Formel 1 Racing Championship" glänzt mit famoser Optik und hoher Authentizität.
Inhaltsverzeichnis
- 1Bekannte Bahnen
- 2Die Erfindung des runden Rads
- 3Weit vorn
Der Vorsatz der Entwickler, eine anspruchsvolle Rennsimulation anbieten zu wollen, wird sofort nach der Installation des Spieles deutlich. Einen Arcade-Modus sucht man in den aufgeräumten Menüs vergeblich. Stattdessen stehen spezielle Testfahrten, obligatorische Zeit- und Einzelrennen sowie einzelne Grand Prix-Wochenenden nebst kompletter Meisterschaft zur Wahl.
Bekannte Bahnen
Als Einstieg in "F1 Racing Championship" empfiehlt sich der Testfahrt-Modus. Sobald alle Fahrzeugeinstellungen und Rennbedingungen wunschgemäß festgelegt worden sind, heulen die Motoren auf. Alle 16 Kurse wurden eigens für das Spiel per GPS (Global Positioning System) vermessen und entsprechend umgesetzt; jedes noch so kleine Detail befindet sich dort, wo es in Wirklichkeit hingehört.
Bei aller Begeisterung für die richtungweisende Grafik: In den ersten Runden ist man voll und ganz mit der Steuerung der Boliden beschäftigt. Durchdrehende Reifen und starke Fliehkräfte bei Drehern in den Kurven stellen selbst erfahrene Piloten auf die Probe. Hat man sich aber an die anspruchsvolle Fahrphysik gewöhnt, darf während des Rennens der ein oder andere Blick aus dem Cockpit geworfen werden.
Die Erfindung des runden Rads
Sämtliche Objekte jenseits der Fahrbahnbegrenzung werden sehr detailliert dargestellt; vorausgesetzt, die Systemanforderungen werden erfüllt. Einmal richtig konfiguriert, überrascht die pfeilschnelle Grafik mit einer beeindruckenden Weitsicht. Auch die per Motion-Capturing animierten Boxencrews tragen maßgeblich zur authentischen Atmosphäre bei.
Die Optik der Fahrzeuge profitiert vor allem von der digitalen Reproduktion der Reifen, die erstmals in einer Formel 1-Simulation absolut rund und metaphorisch wirken. Was die Wettereffekte anbelangt, so bleibt der Ubisoft-Renner allerdings mehr nur als eine Wagenlänge hinter den technisch brillanten Regenrennen eines "Grand Prix 3" zurück.
| Steckbrief | ||
|---|---|---|
| Sound | 7 von 10% | 90% |
| Grafik | 15 von 15% | |
| Spielspaß | 14 von 15% | |
| Multiplayer | 9 von 10% | |
| Bedienung | 10 von 10% | |
| Preis/Leistung | 14 von 15% | |
| Hardwareanforderung | 11 von 15% | |
| Langzeitspielspaß | 10 von 10% | |
Was wäre eine Formel 1-Simulation ohne Wagen-Setup? Alles, nur eben keine Simulation. Und so darf auch in "Formel 1 Racing Championship" geschraubt und gebastelt werden, was das (Werk-)Zeug hält. Ganze 14 Menüs dürfen auf der Suche nach der idealen Fahrzeugeinstellung durchkämmt und bearbeitet werden. Vom Radsturzwinkel über den Anpressdruck hin zur Spureinstellung und Bremsbalance lässt sich praktisch alles verändern, was sich positiv auf die Telemetrie-Daten auswirkt.
Weit vorn
Mit "Formel 1 Racing Championship" geht ein Spiel gewordener Traum für Formel 1-Begeisterte in Erfüllung. Das Fahrverhalten der PS-Monster ist anspruchsvoll, die Grafik traumhaft und der Spielspaß enorm. Lediglich die schwachen Motorensounds sowie die veralteten Saisondaten (die FIA-Lizenz beschränkt sich auf das Jahr 1999) kratzen - wenigstens geringfügig - am Lack dieser rundum gelungenen Versoftung der populärsten aller Rennsportarten.
