Großes Konfliktpotenzial

Test: Conflict Zone

Mit einem neuartigen Ressourcensystem will Ubisoft das Strategie-Genre beleben. Um die Kriegskasse zu füllen, müssen Medien und Öffentlichkeit bei Laune gehalten werden.

Conflict Zone - Screenshot: Conflict Zone
Screenshot: Conflict Zone

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Versteckte Kamera
  2. 2Zivilisten zuerst
  3. 3Allein war gestern
  4. 4Glaubwürdig, innovativ, gut

Im Jahre 2010 werden UNO und NATO von der ICP abgelöst. Die Organisation steht für friedliche Konfliktlösung, das Kürzel für "International Corps for Peace". Demgegenüber steht ein totalitärer Geheimbund namens GHOST, der ohne Rücksicht auf Verluste die Interessen zahlungswilliger Nationen vertritt. Als schwer bewaffnete GHOST-Verbände unaufhaltsam in das Gebiet der ICP vordringen, entbrennt zwischen Blauhelmtruppen und "Schurkenstaaten" ein erbitterter Krieg.

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Versteckte Kamera

In der "Conflict Zone" werden die Kombattanten aber nicht nur vom Gegner ins Visier genommen, sondern auch von den Medien. Haucht auch nur ein unschuldiger Zivilist vor laufender Kamera sein Leben aus, wird der Kriegsetat des verantwortlichen Generals drastisch gekürzt. Darüber hinaus werden mit jedem (versehentlichen) Angriff auf neutrale Ziele so genannte Popularitätspunkte eingebüßt, wodurch wiederum der Zugriff auf wichtige Technologien und Waffensysteme beeinträchtigt wird.

Zivilisten zuerst

Durch die Evakuierung von Zivilisten aus umkämpften Gebieten können etwaige Kollateralschäden wieder gut gemacht werden. Der Humanismus zum Wohle der eigenen Popularität setzt allerdings den Bau eines Flüchtlingslagers voraus, von wo aus regelmäßig Rettungs-Hubschrauber in die jeweiligen Krisengebiete entsandt werden müssen.

Conflict Zone

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Konnten Hobby-Generäle bislang nach Lust und Laune gegen die Genfer Konventionen verstoßen, so macht sich das Spielprinzip von "Conflict Zone" erstmals auch für verwundete Polygonkrieger stark. In vergleichbaren Spielen überwiegend an vorderster Front verheizt, dürfen verletzte Einheiten nun endlich auf medizinische Versorgung hoffen, da andernfalls die Medien Alarm schlagen würden.

Die Tatsache, dass die Verwundeten beider Seiten ab einem gewissen Grad kampfunfähig sind, stellt einen weiteren interessanten Aspekt dar. Über das Schlachtfeld humpelnde Feindsoldaten können mit Hilfe eines Helikopters ausgeflogen werden, um auf Nimmerwiedersehen im Militärgefängnis zu verschwinden. Das ist nicht nur human, sondern obendrein medienwirksam.

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